Erzdiözese Salzburg begleitet Religionslehrkräfte in Krisensituationen
19.03.202612:45
Österreich/Kirche/Schule/Lehren und Lernen/Lehrender/Fortbildung
814 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten etwa 57.000 Schülerinnen und Schüler an 496 Schulen in der Erzdiözese Salzburg - Erzbischof Lackner: Wert des konfessionellen Unterrichts in diverser Gesellschaft unschätzbar
Salzburg, 19.03.2026 (KAP) Religionslehrerinnen und -lehrer sind in ihren Schulen aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen mit wachsenden Anforderungen hinsichtlich Stressbewältigung, Resilienz und Umgang mit Krisensituationen konfrontiert. Die Erzdiözese Salzburg setze sich daher gezielt mit Fortbildungs- und Beratungsangeboten für die Förderung der psychischen Gesundheit von Religionslehrkräften ein, so Erwin Konjecic, Direktor des Amtes für Schule und Bildung in der Erzdiözese. 814 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten dort etwa 57.000 Schülerinnen und Schüler an 496 Schulen.
Mehr als 7.000 Lehrkräfte setzten sich österreichweit dafür ein, "Kinder und Jugendliche mit dem Schatz des Glaubens vertraut zu machen", würdigte Erzbischof Franz Lackner das Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen. "Gerade in einer Zeit, in der das Miteinander in einer auf vielfältige Weise diversen Gesellschaft so wichtig ist, ist der Wert des konfessionellen Unterrichts unschätzbar." Für ihn bedeute der Unterricht "einen Lernort für die eigene Identität und damit Voraussetzung für eine geglückte Pluralität."
Um zur mentalen Gesundheit und Berufszufriedenheit der Religionslehrerinnen und -lehrer einen Beitrag zu leisten, "damit ihnen die Bewältigung des anspruchsvollen pädagogischen Alltags auch langfristig gut gelingt", zählen zum Fortbildungsangebot der Erzdiözese auch Maßnahmen zur Stärkung und Begleitung für das Lehrpersonal, erläuterte Konjecic. Neben inhaltlichen Impulsen durch Fachvorträge und praktische Übungen seien vermehrt individuell zugeschnittene Beratungs- und Begleitungsangebote gefragt, die sowohl von der KPH Edith Stein als auch vom Amt für Schule in unterschiedlichen Formaten angeboten werden.
Fortbildungsangebote
Das Amt für Schule und Bildung bietet Beratung und Begleitung durch die Fachinspektorinnen und den Fachinspektoren hinsichtlich Unterrichtsplanung, Didaktik, Konfliktbewältigung sowie Reflexion und Bildung der Lehrpersönlichkeit sowie anlassbezogene Beratung und Vermittlung von Unterstützungsangeboten durch die Schulpastoralbeauftragte, insbesondere in Krisenfällen. Das Referat für Schulpastoral ist zuständig für die Bereitstellung von pädagogischem Material wie Unterrichtsimpulsen und -ideen, Feiergestaltung sowie Krisenleitfäden und unterstützende Fortbildungsangebote.
Weiters wurde ein Schulpastoralfonds eingerichtet, durch den Fördermittel für Maßnahmen zur Stärkung der Schulgemeinschaft zur Verfügung gestellt werden können. Auf Anfrage werden individuelle Supervisions- und Coachingeinheiten vermittelt und gefördert.
Die KPH Edith Stein bietet Startveranstaltungen und Fachkonferenzen mit dem Fachinspektorat an sowie Praxisbegleitung und eine Wallfahrt der Berufsgemeinschaft. Konkrete Fortbildungsangebote zum Krisenmanagement widmen sich im laufenden Schuljahr der Auseinandersetzung mit Krisenszenarien und Trauerritualen bei Todesfällen, Stressresilienz im Schulalltag oder der Ko-Regulation von Stress und Emotionen für Kinder und Fachkräfte. Es werden darüber hinaus individuelle Coachingangebote angeboten, aber auch Supervision als Online-Format ist möglich.