Tiroler Bischof-Stecher-Gedächtnisverein sammelt nicht nur für Benefizaktion "Wasser zum Leben" erfolgreich Spenden
Innsbruck, 22.03.2026 (KAP) Der unvergessene Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher öffnet auch 13 Jahre nach seinem Tod noch Herzen und Geldtaschen. Allein im Vorjahr seien wieder fast 60.000 Euro an Spenden für Hilfsprojekte im In- und Ausland beim Bischof-Stecher-Gedächtnisverein eingegangen, berichtete dessen Obmann Peter Jungmann in einer Aussendung am Sonntag anlässlich der jüngsten Generalversammlung. Unterstützt werden Initiativen, die Stecher ein Herzensanliegen gewesen sind - so die Benefizaktion "Wasser zum Leben", die Brunnenbau- und Bewässerungsprojekte der Caritas in Westafrika finanziert.
Spenden fließen auch an die Behinderteneinrichtung Arche Tirol in Steinach, die Vinzenzgemeinschaft mit der Aktion "VINZIBus" in Innsbruck, die Hospizgemeinschaft, die Kinder- und Jugendarbeit der Don-Bosco-Schwestern in Baumkirchen und der Ordensgemeinschaft Dienerinnen Christi in Niger, die dort ein Schul- und Sozialzentrum führen.
Die Gesamtspendensumme von 2014 bis heute sei damit schon auf über 400.000 Euro angewachsen, freut sich Obmann Jungmann. Rund 50.000 Euro steuerten Vereinsmitglieder bei, den Rest Gönner und Sponsoren. "Das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen und ist ein beeindruckendes Zeichen für die immer noch große Verbundenheit mit Bischof Stecher."
In Westafrika können mit den Geldern fünf neue "Stecher-Brunnen" finanziert werden, vier davon seien schon errichtet. Damit können laut dem Gedächtnisverein mehr als 7.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Das bedeute: Die Infektionskrankheiten gehen zurück, die Kindersterblichkeit sinkt. Die Familien können Kleintiere halten, die Felder bestellen, Gemüse anbauen und ihre Produkte am Markt verkaufen. Das Einkommen verhilft ihnen zu einer Existenzgrundlage, den Kindern ermöglicht es den Schulbesuch und damit die Hoffnung auf eine gute Zukunft, wie es in der Aussendung heißt.
Dem geistigen Erbe Stechers verpflichtet
"Wir möchten das geistige Erbe von Bischof Stecher weitertragen und weiterdenken", erklärte der bei der Generalversammlung für weitere vier Jahre zum Obmann bestellte Peter Jungmann. Es gelte "der Gedanken- und Lieblosigkeit unserer Zeit mit Aufmerksamkeit und Herzenswärme zu begegnen" und eine Kultur des Miteinander zu fördern. Für 12. Juni ist dazu ein "Tag der Herzlichkeit" in Tirol geplant.
Dem Gedächtnisverein gehören knapp 600 Mitglieder an, darunter Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, Alt-Landeshauptmann Günther Platter und Stecher-Nachfolger Bischof Hermann Glettler. Dieser betonte beim Treffen im Festsaal des Innsbrucker Hauses der Begegnung, wie richtungsweisend Bischof Stecher in seinem Denken und Tun gewesen sei. Stechers Einschätzung, dass man sich um die Zukunft der Kirche keine Sorgen machen müsse, wenn sie Christus in die Herzen der Menschen pflanze und allen Notleiden den helfe, könne er - Glettler - nur vollinhaltlich zustimmen.
Reinhold Stecher (1921-2013) war von 1981 bis 1997 über Kirchengrenzen hinaus geachteter Bischof der Diözese Innsbruck. Er setzte sich außer für soziale Belange u.a. für die Mitverantwortung von Laien im pastoralen Kirchenalltag ein, gegen Rest eines kirchlichen Antijudaismus' und war begeisterter Bergsteiger, Buchautor und Maler.
Der Gedächtnisverein arbeitet ehrenamtlich, überkonfessionell und gemeinnützig. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 16 Euro. (Spendenkonto: Tiroler Sparkasse. IBAN: AT32 2050 3033 5174 6783)