KJÖ fordert bessere Ausbildung von Medienkompetenzen von Schülern und Lehrern
Wien, 27.03.2026 (KAP) Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) hat sich abermals gegen die Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren ausgesprochen. Am Freitag hatte die Bundesregierung ein solches nun fix angekündigt. Bis Ende Juni soll es einen Gesetzesentwurf zur technischen Umsetzung der Altersbeschränkung geben. "Für Jugendliche braucht es mehr Begleitung und nicht den Ausschluss aus digitalen Diskursräumen", betonte KJÖ-Bundesvorsitzender Rafael Haigermoser in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. Aufgrund der EU-Verordnung "Digital Services Act", die europaweit Vorrang gegenüber nationaler Gesetzgebung hat, müsste eine solche Regelung zudem auf EU-Ebene beschlossen werden, zeigte er sich überzeugt.
Gekoppelt an die neue Regelung hat die Regierung sich zudem auf Veränderungen im AHS-Oberstufenlehrplan geeinigt, die Medienkompetenz und Demokratie fördern sollen. Diese Neuerung stieß bei der KJÖ auf Zustimmung. "Mehr Demokratiebildung, besonders in Zeiten, in denen Demokratien weltweit strategisch abgebaut werden, ist zu begrüßen", erklärte Bundesvorsitzende Elisabeth Wanek. Der sichere Umgang mit neuen Techniken, wie Künstlicher Intelligenz, sollte jedoch auch in bestehenden Fächern und besonders in Informatik aufgegriffen werden. Es sei daher ratsam, bei der Ausbildung von angehendem Lehrpersonal auf Medienkompetenz zu achten und das Angebot von Fortbildungen zu erweitern.