Aus Amt scheidender Kurienerzbischof erinnert an schwere Stunden
30.03.202615:33
Vatikan/Italien/Kirche/Personalien/Diplomatie
Bisherige Nummer zwei im vatikanischen Staatssekretariat, Pena Parra: "Es waren streckenweise sehr harte Jahre"
Vatikanstadt, 30.03.2026 (KAP) Mit einer streckenweise emotionalen Rede hat sich die bisherige Nummer zwei im Staatssekretariat des Vatikan von seinen Mitarbeitern verabschiedet. Erzbischof Edgar Pena Parra, seit 2018 als Substitut Leiter der "Abteilung für allgemeine Angelegenheiten", sagte am Montag zu seinem Abschied im Vatikan: "Es waren streckenweise sehr harte Jahre."
Er erinnerte an die Zeit der Corona-Pandemie (2020-2022) sowie an den Tod von Benedikt XVI. und von Papst Franziskus. Auch habe es Momente gegeben, in denen die Institution des Staatssekretariats gelitten habe. Hier nannte Pena Parra explizit den Skandal um die Immobilieninvestition des Vatikans in London, die unter seinem Vorgänger, Kardinal Angelo Becciu, zu millionenschweren Verlusten führte.
Durch Immobilienskandal stark exponiert
Dieser Fall habe den Heiligen Stuhl und insbesondere das Staatssekretariat medial und juristisch in einer bislang einmaligen Weise exponiert. Die Antworten seien "Strenge, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein" gewesen. In all diesen Krisen habe die Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten ihren stillen, bisweilen unsichtbaren, aber essenziellen Dienst für die Kirche geleistet. Seine neue Aufgabe als Botschafter des Papstes in Italien und in San Marino nehme er als "einen weiteren Ruf zum Dienst, in Gemeinschaft und im Gehorsam" an.
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