Bei Auftritten von Leo XIV. geht er stets einige Schritte hinter ihm: "Don Edgard", peruanischer Priester und seit langem Mitarbeiter des heutigen Papstes - Nun plauderte der diskrete Priester ein wenig aus seinem Leben
Madrid/Rom, 31.03.2026 (KAP) Für Papstsekretär "Don Edgard" hat sich Leo XIV. durch sein Amt kaum verändert. "Alles an Padre Roberto ist gleich geblieben, nur seine Kleidung und seine Aufgaben haben sich geändert", so Leos langjähriger Mitarbeiter Edgard Iván Rimaycuna Inga (36) in der spanischen Zeitschrift "Alfa y Omega" (Mittwoch).
Der peruanische Priester lernte den US-Amerikaner Robert Francis Prevost, seit Mai 2025 Papst Leo XIV., als Seminarist kennen. Prevost, der lange in Peru tätig war, holte ihn 2023 als Mitarbeiter in die vatikanische Bischofsbehörde, die er damals leitete. Nach seiner Papstwahl ernannte er ihn zum persönlichen Sekretär. Bei öffentlichen Auftritten des Papstes sieht man den meist lächelnden Priester ein paar Schritte hinter ihm.
Den Papst unterstützen und beschützen
Papstsekretär zu sein bedeute, "an der Seite eines Freundes zu arbeiten, in meinem Fall", so der Priester. Er müsse ihn bei seiner täglichen Arbeit unterstützen und beschützen, damit er seine Aufgabe, die Kirche zu führen, in Ruhe erfüllen könne. Er sei ein bisschen wie der heilige Josef, der laut der Bibel nie ein Wort gesprochen habe, sagte Rimaycuna Inga. "Sein ganzes Leben drehte sich darum, im Hintergrund zu stehen, denn Maria und Jesus standen immer an erster Stelle."
Der heutige Papst sei zugänglich, ruhig und mit großem Einfühlungsvermögen ausgestattet - genau wie damals als Augustiner-Pater und Bischof von Chiclayo in Peru, berichtete sein Mitarbeiter. "Trotz der hohen Arbeitsbelastung, des Tempos und der vielen Aktivitäten findet er immer Zeit zum Zuhören."
In Peru habe der von Natur aus zurückhaltende Prevost viel für sein Papstamt gelernt, so Rimaycuna Inga. "Er sucht stets den Kontakt zu den Menschen, grüßt, lächelt, schenkt ihnen ein ermutigendes Wort, einen freundlichen Gruß oder eine kleine Geste", sagte sein Sekretär. "Er versteht es, amerikanische Klugheit und Pragmatismus mit der in Lateinamerika gewonnenen Verbundenheit zu verbinden - mit herzlichen, warmherzigen und liebevollen Gesten."