Lackner: Friedenswünsche an jüdische Gemeinde zum Pessachfest
01.04.202609:26
(zuletzt bearbeitet am 01.04.2026 um 10:21 Uhr)
Österreich/Kirche/Judentum/Pessach/Lackner
Salzburger Erzbischof in Glückwunschschreiben an Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Rosen: Pessach und Ostern stehen in geschichtlicher wie inhaltlicher Beziehung zueinander
Salzburg, 01.04.2026 (KAP) Unter den Wunsch nach Frieden für das Heilige Land und die ganze Welt hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner sein heuriges Glückwunschschreiben an den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Elie Rosen, und die örtliche jüdische Gemeinde zum jüdischen Pessach-Fest gestellt.
Während die Kirche in die Feierlichkeiten der Kartage und des Osterfests eintritt, beginne mit dem Pessachfest für die Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt jenes Gedenken, das zum Kern des Selbstverständnisses gehört "und doch eine Brücke zu denen schlägt, die Jesus von Nazareth nachfolgen", so der Erzbischof. Pessach und Ostern stünden in geschichtlicher wie inhaltlicher Beziehung zueinander. Im Zentrum beider Feste stehe die Errettung durch Gott, "der sein Volk durch alle Wüsten und alle Zeiten hindurch führt, der es nicht preisgibt, sondern in Liebe an sich bindet".
Erzbischof Lackner geht auch auf die aktuelle krisenbehaftete Weltlage ein: "Es sind Tage, in denen die Finsternis um sich greift. Der Krieg zwischen Staaten, die Feindschaft zwischen Menschen, der Kampf mit uns selbst in den Herzen bergen die Saat der Verzweiflung und der Angst in sich." Aber auch hier zeigten Gesetz und Propheten: "Der Ewige führt durch die Prüfungen, die Entbehrungen und das Elend; er ist Gott, nicht ein Mensch, der Heilige in unserer Mitte", zitiert Lackner aus dem biblischen Buch des Propheten Hosea.
So wolle er den Jüdinnen und Juden zu diesem Pessachfest einen nur scheinbar einfachen Gruß sagen, "der uns als Gottgläubige eint und uns zugleich tiefster Wunsch ist und immer sein muss: Schalom! - Friede."
Einwöchiges Pessach-Fest beginnt
Pessach gehört zu den wichtigsten jüdischen Festen. Es beginnt in diesem Jahr am Abend des 1. April und dauert bis zum 9. April - und findet damit während des christlichen Osterfestes statt. Pessach erinnert an den überlieferten Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und an die Befreiung aus der Sklaverei. Weltweit feiern mehr als 15 Millionen Juden ab Mittwochabend das einwöchige Pessach-Fest.
Glückwunschschreiben des Wiener Erzbischofs zum Pessach-Fest - Glückwunschschreiben auch vom Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit - Glückwünsche auch von Kardinal Schönborn