Leo XIV. erneuert bei Generalaudienz am Petersplatz auch seine Appelle für Frieden
Vatikanstadt, 01.04.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat die Bedeutung von Laien, also von Frauen und Männern ohne Weiheamt, für die katholische Kirche betont. Aufgabe der Kirche sei, die Botschaft von Jesus Christus von Gerechtigkeit, Liebe und Frieden zu verbreiten, sagte er am Mittwoch auf dem Petersplatz. "Und dies ist nur durch den Beitrag, den Dienst und das Zeugnis der Laien möglich!"
Die Kirche sei überall dort gegenwärtig, wo Christen das Evangelium bekennen und Zeugnis für Christus geben: am Arbeitsplatz, in der Zivilgesellschaft und in allen menschlichen Beziehungen, sagte Leo bei der wöchentlichen Generalaudienz. In seiner Katechesen-Reihe zu Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) bezog er sich erneut auf die Erklärung "Lumen gentium".
Am Ende der Generalaudienz erneuerte der Papst seine Appelle für Frieden. Vor der Generalaudienz drehte er wie gewöhnlich eine Runde im Papamobil auf dem Petersplatz, um die Menschen zu grüßen und kleine Kinder zu segnen. Dabei trug er wegen des ungewohnt kühlen Windes einen weißen Mantel.
Ritus der Fußwaschung mit 12 Priestern
Am Gründonnerstag (2. April) beginnen die zentralen Feiern der Karwoche und zu Ostern, die Leo XIV. zum ersten Mal als Papst begehen wird. Morgens feiert das Kirchenoberhaupt im Petersdom die Chrisam-Messe, bei der jene Öle geweiht werden, die für Sakramente wie Taufe, Firmung und Priesterweihe verwendet werden.
Am Nachmittag folgt in der Lateranbasilika die traditionelle Fußwaschung. Leo XIV. wird dabei zwölf jungen Priestern die Füße waschen; elf von ihnen hatte der seit Mai 2025 amtierende Papst selbst geweiht. Franziskus (2013-2025) hatte den Brauch zumeist an Häftlingen, Obdachlosen oder Geflüchteten vollzogen.