Grazer Bischof in Oster-Hirtenwort: "Als Getaufte, als gute Menschen liegt es an uns, Botschaft des Lebens, Friedens und Liebe Gottes möglichst viele spüren zu lassen"
Graz, 04.04.2026 (KAP) "Sich einsetzen für Mitmenschen und Umwelt mit Herz, Verstand und Tatkraft - das macht uns Christinnen und Christen aus. So kommt Liebe in die Welt. Das macht das Leben lebenswert": Laut dem Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl ruft Ostern zu Verantwortung und gelebter Nächstenliebe. Ostern sei Anlass, das Leben und das Miteinander bewusst in den Blick zu nehmen, so der sterische Bischof in seinem Oster-Hirtenwort: "Wir können uns nicht absentieren von den herausfordernden Situationen unserer Zeit. Unser Beitrag ist wichtig, so klein er auch sein mag; für Gesellschaft, Demokratie und Kirche."
Grundlage des christlichen Handelns sei die universale Geschwisterlichkeit: "Seid einander in Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!" Ohne diese führe es zu "Isolation, Trübsal und Zorn statt zu Einheit, Vertrauen und Freude". "Als Getaufte, ja als gute Menschen liegt es an uns, die Botschaft des Lebens, des Friedens und der Liebe Gottes möglichst viele spüren zu lassen. Das ist besonders heute wichtig. Denn so manchen zerrinnt die Hoffnung auf Zukunft unter den Fingern", so Krautwaschl. Und weiter: "Leben wir in unserem gemeinsamen Haus, auf unserer Erde, auch für die zukünftigen Generationen, damit die Botschaft des Lebens, die Botschaft von Ostern 'Hand und Fuß' bekommt."
Christliches Handeln zeige sich in Fürsorge: "Wo Christentum und Kirche lebendig sind, gibt es Fürsorge für Kranke, Unterstützung für Arme und Bildung für alle." Dazu gehöre auch, "Zusammenhänge zu sehen und 'dahinter' blicken zu lernen, um nicht bloß dem Zeitgeist, den Meinungsblasen und anderen Einflüsterern zu erliegen".
Das Geschenk des Lebens bringe Verantwortung für sich selbst und die anderen mit sich, so Krautwaschl, der auch an die "Botschaft von Mariazell" (2004) erinnerte: "Entschiedene Christen sind Freunde des menschlichen Lebens in allen seinen Dimensionen: Freunde des geborenen und des noch nicht geborenen, des entfalteten und des behinderten, des irdischen und des ewigen Lebens." Dieser Einsatz für Mitmenschen mache das Leben lebenswert, zeigte sich der Bischof überzeugt.