Aufgrund von Regierungsanweisungen wurden Messen abgesagt
Dubai, 04.04.2026 (KAP) Alle Gottesdienste in Dubai wurden wegen des Nahostkonflikts abgesagt. Das teilten laut der der christlichen Nachrichtenplattform Ucanews (Samstag) zwei katholische Kirchen in den Vereinigten Arabischen Emiraten am Karfreitag auf ihren Webseiten mit. Die Maßnahme folge einer Weisung der Regierung. Der Iran hat seit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel mehr als 5.000 Raketen- und Drohnenangriffe auf die sechs Mitglieder des Golfkooperationsrats verübt: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain, Kuwait und Oman. Dubai ist die bevölkerungsreichste Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate.
Das Küstengebiet von Jebel Ali, wo die katholische St.-Franziskus-von-Assisi-Kirche liegt, wurde mehrfach von Raketen und Drohnen getroffen, die der Iran als Vergeltung für die am 28. Februar gestartete israelisch-amerikanische Offensive auf benachbarte Golfstaaten abgefeuert hatte. "Die Gemeindemitglieder werden gebeten, im Interesse der Sicherheit und des Wohlergehens der Gemeinschaft von einem Besuch des Kirchengeländes abzusehen", hieß es auf der Webseite der Kirche.
Die St.-Marien-Kirche in Dubai veröffentlichte eine ähnliche Ankündigung auf ihrer Website. Die Karfreitagsliturgie live online auf dem YouTube-Kanal der Kirche übertragen. Trotz der Ankündigungen beteten einige Gemeindemitglieder am Karfreitag auf dem Bürgersteig vor den hohen Mauern der Kirche, teilte Ucanews mit.
Im vergangenen Dezember hatte Kurienkardinal Luis Antonio Tagle die VAE besucht und allein in Dubai mit 30.000 Gläubigen die traditionelle philippinische Weihnachtsnovene "Simbang Gabi" gefeiert. Die St.-Marien-Kirche in Dubai gilt dank philippinischer Gastarbeiter als größte Pfarrei der Welt.