Geschäftsführer Heiserer: "Gesundheit darf kein Privileg sein" - Abseits der modernen Planstadt Chandigarh leiden Menschen unter Mangelernährung und fehlender Hygiene
Wien/Chandigarh , 06.04.2026 (KAP) Anlässlich des bevorstehenden Weltgesundheitstages (7. April) hat die österreichische Entwicklungsorganisation "Jugend Eine Welt" auf die prekäre medizinische Lage von weltweit rund 4,5 Milliarden Menschen aufmerksam gemacht, die keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten haben. "Gesundheit darf kein Privileg sein, Gesundheit ist ein Menschenrecht", rief Geschäftsführer Reinhard Heiserer in einer Aussendung zur Mithilfe auf. In Chandigarh, einer Millionenmetropole im Norden Indiens, unterstützt die Hilfsorganisation mit einer "Mobilen Klinik" Familien in den schnell wachsenden Slums am Stadtrand, die dort unter prekären Bedingungen leben. Ein Team aus Arzt, Krankenschwester und Laborassistentin ist mit einem Kleinbus an 21 Stationen im Einsatz und erreicht rund 30.000 Menschen.
Abseits der modernen Planstadt fehlt es an ausreichendem Zugang zu sauberem Wasser, gesunder Ernährung und medizinischer Versorgung. Von dem Mangel sind besonders Kinder und Frauen betroffen. "Viele leiden unter Mangelernährung, und fehlende Hygiene ist ein großes Problem", berichtete Magdalena Grießler, ehrenamtliches Vorstandsmitglied von Jugend Eine Welt. "Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist stark eingeschränkt - oft fehlt schlicht das Geld für einen Arztbesuch", so die steirische Allgemeinmedizinerin, die das Team der Mobilen Klinik mehrere Tage vor Ort persönlich unterstützte.
Behandlung und Aufklärung
"Kinder werden untersucht und erhalten Medikamente, schwangere Frauen betreut und ältere Menschen versorgt. Für viele ist die Mobile Klinik die erste und einzige Möglichkeit, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen", so Grießler. Der Behandlungsbus sei so weit ausgestattet, dass eine gewisse Basisdiagnostik, wie z. B. ein Blutbild, möglich ist. Neben akuter Behandlung spielt Aufklärung eine zentrale Rolle. Die Teams informieren über Hygiene, gesunde Ernährung und Vorsorge. Besonders häufig diagnostiziert werde Blutarmut - eine Erkrankung, die vor allem Kinder und Schwangere betrifft und unbehandelt schwerwiegende Folgen haben kann, so Grießler. "Die Ausgabe von Vitaminen und gezielte Aufklärung helfen, Krankheiten vorzubeugen und langfristig die Lebensbedingungen zu verbessern."
Doch der Bedarf sei enorm: Milliarden Menschen weltweit warteten noch immer auf Zugang zu medizinischer Grundversorgung. Jedes Jahr würden Millionen Menschen an vermeidbaren Krankheiten sterben, darunter besonders viele Kinder unter fünf Jahren. "Mit der Mobilen Klinik bringen wir medizinische Hilfe direkt zu den Menschen - dorthin, wo staatliche Systeme oft nicht greifen. Jeder Beitrag hilft, Leben zu retten und langfristig Perspektiven zu schaffen", baten Grießler und Heiserer um Unterstützung.