Ukrainisch-katholische Kirche in Österreich beständig im Wachsen
07.04.202611:22
Österreich/Kirche/Ukrainisch.katholische.Kirche
Neue ukrainische Seelsorgestelle "Zur Auferstehung Christi" in Eisenstadt errichtet
Eisenstadt, 07.04.2026 (KAP) In Eisenstadt wurde mit 1. April die neue ukrainische griechisch-katholische Seelsorgestelle "Zur Auferstehung Christi" eingerichtet. Den ersten Gottesdienst feierten die Gläubigen mit ihrem Pfarrer Thomas Nemeth bezeichnenderweise zu Ostern. Ihre Gottesdienste feiert die ukrainische Gemeinde in der Antoniuskirche der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Die ukrainisch-katholische Kirche verzeichnet seit Jahren ein Wachstum in Österreich und baut ihre Strukturen kontinuierlich aus.
Die Errichtung der Seelsorgestelle und die Ernennung des Pfarrers erfolgte durch Kardinal Christoph Schönborn in seiner Funktion als Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen im Einvernehmen mit dem Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics. Die ukrainischen Gläubigen im Burgenland feierten schon seit Ende 2022 gelegentlich Gottesdienste in Eisenstadt. Mit der neuen Seelsorgestelle ist man nun auch kirchenrechtlich im Burgenland fest verankert.
Die ukrainisch-griechisch-katholische Kirche ist die mit Abstand größte katholische Ostkirche in Österreich. Ihr gehört die Mehrheit der unierten Gläubigen in Österreich an. Die Zahl der Gläubigen liegt laut Angaben des Ostkirchenordinariats bei gut 13.000. Zentrum der Kirche ist die ukrainische Zentralpfarre St. Barbara in Wien, dazu kommen zahlreiche Seelsorgestellen von Vorarlberg bis nun auch ins Burgenland.
Ostkirchen-Ordinariat
Zu den in Österreich vertretenen byzantinischen katholischen Ostkirchen gehören die ukrainische, rumänische, slowakische, ungarische und melkitische Griechisch-katholische Kirche sowie vereinzelt Gläubige der Griechisch-katholischen Kirche in Serbien (Eparchie Sankt Nikolaus Ruski Krstur) sowie der Griechisch-katholischen Eparchie von Mukachevo (Ukraine).
Zu den byzantinischen katholischen Ostkirchen kommen in Österreich auch noch einige orientalische katholische Ostkirchen. Sie alle sind im Ordinariat für die katholischen Ostkirchen zusammengefasst, das rund 20.000 Gläubige umfasst. Dem Ordinariat gehören ca. 80 Priester an. Es gibt die Zentralpfarre "St. Barbara" in Wien und gut 35 Seelsorgestellen, verteilt auf ganz Österreich. Kardinal Christoph Schönborn steht derzeit den katholischen Ostkirchen als Ordinarius vor. Er trägt damit die bischöfliche Letztverantwortung. Generalvikar des Ordinariats ist Erzpriester Yuriy Kolasa.