Innsbrucker Bischof ruft zur Teilnahme an Initiative von Papst Leo zum Gebet für den Frieden auf - In "höchst verletzlicher Zwischenphase" um Veränderung von Menschen beten
Innsbruck, 11.04.2026 (KAP) Zur Begleitung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran durch Gebet sowie zur Teilnahme an der von Papst Leo XIV. gestarteten Gebetsinitiative hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler aufgerufen. Die Welt stehe aufgrund der brüchigen Zusagen zu einer Feuerpause "nicht am Beginn eines stabilen Friedens, sondern in einer höchst verletzlichen Zwischenphase", schrieb der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Pax Christi zuständige Bischof in einem Instagram-Posting vom Samstag. Friedensgebete ebenso wie engagierte Friedensinitiativen seien dringend notwendig.
Papst Leo hatte für Samstagabend (18 Uhr) alle Gläubigen eingeladen, sich seinem Gebet um Frieden im Nahen Osten und weltweit anzuschließen. Im Vatikan findet dazu eine Gebetswache im Petersdom statt. Wie Bischof Glettler in seinem Posting unterstrich, gibt es dazu zeitgleich auch in der Innsbrucker Spitalskirche eine Gebetswache, zu deren Teilnahme er aufrief. Es gehe dabei darum, den "Schrei nach Frieden" zu verstärken und Kriege zu beenden, so der Tiroler Oberhirte. Die päpstliche Bitte um "herzhaftes Gebet" für Frieden sei ein "Weckruf für die Welt".
Zwar verändere das Gebet nicht direkt geopolitische Prozesse, "aber es verändert Menschen", so Glettler, der appellierte: "Beten wir deshalb in den nächsten Wochen des Waffenstillstands, dass man zur Einigung kommt. Und lassen wir keine Gelegenheit ungenützt, gewaltfrei und auf Versöhnung ausgerichtet zu kommunizieren". Das entspricht dem "österlichen Geist Jesu".
Notwendig sei es, "alle diplomatischen Bemühungen zu stärken, die nicht der Logik des Krieges das Feld überlassen", so Glettler weiter. Jedes friedensstiftende Engagement, um die "Vision eines gerechten und dauerhaften Friedens für den Nahen Osten und alle anderen Kriegsgebiete" aufrechtzuerhalten, sei momentan "dringender denn je". Der Innsbrucker Bischof wies auch auf die Bitte des Papstes hin, das unermessliche Leid aller unschuldigen Opfer des Krieges wahrzunehmen. "Wir dürfen uns nicht an das Normal kriegerischer Zerstörungen gewöhnen - wo auch immer sie stattfinden", forderte auch Glettler.
Als "inakzeptabel und unerträglich" bezeichnete der Bischof die "ertragreichen Geschäfte der Kriegsprofiteure und die dazu gehörenden Kriegsnarrative". Papst Leo ermutige zu einer solchen Klarheit, indem er die "brutale Vernichtungsrhetorik des amerikanischen Präsidenten" offen kritisiert habe.