Evangelische Kirche in Graz lädt zum ESC-Schlagergottesdienst
13.04.202608:20
Österreich/Kirche/Musik/Evangelische
Bereits zweite Auflage des musikalisch-religiösen Events unter dem Motto "Musik verbindet - Glaube ohne Grenzen - Kirche ist offen"
Graz, 13.04.2026 (KAP) Bereits zum zweiten Mal lädt die evangelische Christuskirche Graz am 10. Mai zum "Schlagergottesdienst 2.0" ein. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und steht unter dem Motto "Musik verbindet - Glaube ohne Grenzen - Kirche ist offen". Inhaltlich ist er an den Eurovision Song Contest angelehnt.
Im Mittelpunkt stehen Schlager aus 70 Jahren ESC-Geschichte, darunter bekannte Titel wie "Merci Chérie" (Udo Jürgens), "Ein bisschen Frieden" (Nicole), "Take Me to Your Heaven" (Charlotte Nilsson) und "Fly on the Wings of Love" (Olsen Brothers). Auch ältere Beiträge wie "Junger Tag" (Gitte Hænning) oder "Ein Lied kann eine Brücke sein" (Joy Fleming) sind Teil des musikalischen Programms. Alle Liedtexte werden projiziert, Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht.
"Der Schlagergottesdienst 2.0 verbindet die zeitlose Kraft der Schlagermusik mit den Botschaften des christlichen Glaubens", heißt es aus der Gemeinde. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst erneut von Helmut Hussler, ergänzt durch die Sängerin Feelissa aus Kärnten. Auch ein weiterer Termin ist bereits fixiert: Am 23. August findet ein Sommer-Schlagergottesdienst statt, der live auf ORF III übertragen wird.
Pfarrer Friedrich Eckhardt betont in der Ankündigung des Events die Verbindung von Musik und Theologie: "Schlager und Evangelium - das passt perfekt zusammen. Beide sprechen von dem, was Menschen bewegt: Sehnsucht und Hoffnung, Liebe und Schmerz." Der Eurovision Song Contest zeige seit Jahrzehnten, "was möglich ist: verschiedene Länder, Kulturen und Identitäten vereint auf einer Bühne". Kirche verstehe sich ähnlich als Ort der Vielfalt: "wo jede Stimme zählt und niemand ausgeschlossen wird".
Die Christuskirche versteht sich als "akzeptierend und offen für alle Lebensformen". Der erste Schlagergottesdienst habe gezeigt, dass auch kirchenferne Menschen dadurch angesprochen würden: "Sie haben gespürt: Ich bin willkommen", so Eckhardt. Auch einzelne Songtexte deutet der Priester theologisch: "Wenn Johnny Logan 'Hold me now' singt oder Joy Fleming 'Ein Lied kann eine Brücke sein', dann wird das Evangelium konkret: Gottes Zusage 'Ich halte dich' und unser Auftrag, Brücken zu bauen."