Papst in Algerien auf den Spuren von Kirchenvater Augustinus
14.04.202608:10
Algerien/Papst/Kirche/Diplomatie/Afrikareise
Am zweiten Tag seiner Afrika-Reise besucht Leo XIV. die antike Bischofsstadt Hippo
Vatikanstadt/Annaba, 14.04.2026 (KAP) Papst Leo XIV. besucht am Dienstag in Algerien die Wirkungsstätte des spätantiken Bischofs Augustinus. Am zweiten Tag seiner Afrika-Reise wird er an der Ausgrabungsstätte Hippo nahe der heutigen Küstenstadt Annaba erwartet. Dort war der heilige Augustinus (354-430) Bischof. Ihm ist der Papst als Mitglied des Augustinerordens eng verbunden.
Später besucht Leo XIV. ein von Ordensfrauen geleitetes Pflegeheim und isst mit Mitgliedern des Augustinerordens zu Mittag. Am Nachmittag feiert er in der Basilika des heiligen Augustinus die erste Messe der Reise. Am Abend fliegt er zurück in die Hauptstadt Algier.
Überschattet von Trumps Kritik
Dort war Leo XIV. am Montag mit militärischen Ehren empfangen worden. Der Reiseauftakt war überschattet von einer polemischen Kritik des US-Präsidenten Donald Trump an Äußerungen des Papstes zu den aktuellen Kriegen in der Welt.
Am Mittwoch reist Leo weiter zu seinem zweiten Reiseziel Kamerun. Bis 23. April stehen noch Angola und Äquatorialguinea auf dem Programm. Es ist die bislang längste Reise des Kirchenoberhaupts.
Feier mit Priestern, Ordensleuten und Gläubigen in der Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika in Algier - Kardinal Vesco: "Unsere Kirche ist eine Mosaikkirche"
Algerien ist erste Station der elftägigen Afrikareise von Leo XIV. - Papst: "Lasst uns die Oasen des Friedens vermehren, die Ursachen der Verzweiflung anprangern und beseitigen, gehen wir gegen diejenigen vor, die aus dem Unglück anderer Profit schlagen!"
Als erster Papst besucht Leo XIV. das heute überwiegend muslimische Algerien - Seit seinen Anfängen war das Christentum in der Region präsent, heute leben nur noch wenige Katholiken in dem nordafrikanischen Land