Trump distanziert sich nach Streit um Papst-Polemik von Meloni
14.04.202617:15
USA/Italien/Vatikan/Krieg/Regierung/Papst
Papstkritik von US-Präsident Donald Trump belastet inzwischen auch das Verhältnis der USA zu Italien
Washington/Rom, 14.04.2026 (KAP) Der Streit um das Papst-Bashing von Donald Trump belastet nun auch das bislang gute Verhältnis des US-Präsidenten zu Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. In einem Telefoninterview mit der Tageszeitung "Corriere della Sera" sagte Trump am Dienstag über Meloni: "Sie ist unakzeptabel, weil es ihr egal ist, dass der Iran Atomwaffen hat und Italien in zwei Minuten in die Luft jagen könnte."
Am Montagnachmittag hatte Meloni zu Trumps jüngster Polemik gegen Papst Leo XIV. erklärt: "Ich finde die Worte von Präsident Trump über den Heiligen Vater inakzeptabel. Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche, und es ist richtig und normal, dass er den Frieden beschwört und jede Form von Krieg verurteilt."
Trump legt nach
Im Interview legte Trump nun noch einmal mit seiner Kritik an Papst Leo XIV. nach und sagte: "Er versteht es nicht und sollte nicht über Krieg sprechen, weil er keine Ahnung hat von dem, was vor sich geht. Er versteht nicht, dass man im Iran im vergangenen Monat 42.000 Demonstranten getötet hat."
Bischofskonferenz bekundete Solidarität mit Leo XIV., katholische Laienorganisationen kritisieren Trum-Äußerungen als "unangemessen, vulgär und respektlos"