Höchste diözesane Auszeichnung durch Erzbischof Grünwidl an Rita Kupka-Baier, Erich Ehn und Josef Weiss verliehen - Kardinal Schönborn in Laudatio: Vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig für Kirche in bewegten Zeiten
Wien, 16.04.2026 (KAP) Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat drei langjährige Mitarbeitende mit der Stephanusmedaille in Gold ausgezeichnet. Grünwidl überreichte die höchste Auszeichnung, die die Erzdiözese Wien für hauptamtliche Mitarbeitende vergibt, am Donnerstagnachmittag in Wien an die frühere Leiterin der Kontrollstelle der Erzdiözese Wien, Rita Kupka-Baier, den früheren Leiter des Amtes für Rechts- und Liegenschaftsangelegenheiten, Erich Ehn, sowie an den noch bis in den Sommer amtierenden Ökonom und Leiter der Finanzkammer der Erzdiözese, Josef Weiss. Die Laudatio auf die Ausgezeichneten hielt der frühere Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn.
Die Auszeichnung markiert zugleich den Generationenwechsel, der in wichtigen Leitungsfunktionen in der Erzdiözese ansteht oder bereits vollzogen wurde. So ist Ende 2024 Hubert Petrasch nach mehr als 30 Jahren als Leiter der Erwachsenenbildung in den Ruhestand getreten. Eine anstehende Pensionierung ist jene des Pressesprechers und Leiters der Öffentlichkeitsarbeit, Michael Prüller, dessen Nachbesetzung seit zwei Wochen ausgeschrieben ist.
Rita Kupka-Baier arbeitete seit 1991 für die Erzdiözese Wien. Seit 1995 war sie Leiterin der Kontrollstelle der Erzdiözese Wien. Künftig wird die Kontrollstelle von Alexandra Fürst geleitet. Erich Ehn arbeitete seit 1987 in der Rechtsabteilung der Erzdiözese Wien. Die Leitung des Amtes für Rechts- und Liegenschaftsangelegenheiten hat inzwischen Florian Feuchtner als Nachfolger übernommen. Josef Weiss, der noch bis Sommer als Ökonom für die Erzdiözese Wien tätig ist, war seit 1979 zunächst im Bereich des Kirchenbeitrags tätig. Seit 2012 hatte er die Leitung der Finanzkammer inne. Auf ihn folgt Markus Haushofer als neuer Chef der diözesanen Finanzkammer.
Schönborn: Dank für Vertrauen
Kardinal Schönborn dankte den drei Leitungspersönlichkeiten für ihren langjährigen Dienst in der Erzdiözese. In den über 30 Jahren seiner Amtszeit habe er sie stets als loyale und professionelle Teamplayer erlebt. "Eine funktionierende Zusammenarbeit ist das wichtigste - und diese setzt echtes Vertrauen voraus", so der frühere Erzbischof. Ein solches Vertrauen habe er in all den Jahren stets in die drei gehabt.
In dem Zusammenhang erinnerte Schönborn auch an die verschiedenen Krisen der vergangenen Jahrzehnte wie die "Causa Groer" und die 2010 sich in ihrer ganzen Breite zeigenden Missbrauchskrise: Vertrauenswürdige Leitungspersönlichkeiten seien von größter Bedeutung, um solche Krisen zu meistern und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, zeigte sich Kardinal Schönborn überzeugt.
Besonders hob Schönborn dabei Kupka-Baiers Engagement im Bereich der Stiftung Opferschutz und für das Pilgerhospiz in Jerusalem hervor. Ehns Engagement bei der Sanierung des Hauses der Barmherzigkeit und der Errichtung der Stiftungen der Erzdiözese sei wegweisend gewesen, so der Kardial. Weiss würdigte Schönborn für dessen Verdienst, durch einen sorgsamen und verantwortlichen Umgang mit Kirchenbeitragsgeldern stets die wichtige Frage der Finanzen im Blick behalten zu haben, die das Rückgrat letztlich jeder Pastoral darstellen.