Umfrage: US-Amerikaner zweifeln an Trumps Religiosität
17.04.202611:13
USA/Regierung/Religion/Glaube
70 Prozent halten US-Präsident für nicht besonders oder überhaupt nicht religiös - Jeder zweite weiße Evangelikale, aber nur jeder vierte Katholik sieht eigene Glaubensinteressen von Trump unterstützt
Washington, 17.04.2026 (KAP/KNA) Eine wachsende Zahl von US-Amerikanern zweifelt an der Religiosität ihres Präsidenten. In einer Befragung kurz vor Donald Trumps Verbalattacken gegen Papst Leo XIV. und der Publikation von KI-generierten Bildern, die ihn in der Pose eines Heilands oder gemeinsam mit Jesus Christus zeigten, gaben 70 Prozent an, sie hielten Trump für nicht besonders oder überhaupt nicht religiös - 8 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2024. Wie das Washingtoner Pew Research Center (Donnerstag) mitteilte, stuften lediglich 5 Prozent der Befragten Trump als "sehr religiös" ein, 24 Prozent als "einigermaßen".
Selbst unter Trumps stärksten Unterstützern halten laut den Ergebnissen der Umfrage relativ wenige den Präsidenten für sehr religiös: nur 8 Prozent der Republikaner und 5 Prozent der weißen Evangelikalen gaben dies an. Gleichwohl meinen 43 Prozent der Anhänger der Republikaner und 49 Prozent weißer Evangelikaler, dass Trump sich für ihre Glaubensinteressen einsetzt. Unter den Katholiken vertraten 24 Prozent diese Einschätzung; 43 Prozent äußerten die Ansicht, der Präsident kümmere sich nicht besonders um katholische Anliegen.
Die Befragung wurde vom 6. bis 12. April unter knapp 3.600 volljährigen US-Amerikanern durchgeführt.
Deutliche Reaktion auf Worte von Vizepräsident Vance, der dem Papst zuletzt riet, bei Äußerungen über Fragen der Theologie "vorsichtig" zu sein - Leiter von bischöflicher Glaubenskommission erläutert auch Kirchenlehre zum sogenannten gerechten Krieg
Ehemaliger Glaubenspräfekt Müller: "Niemand hat das Recht hat, den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt, das Evangelium des Friedens zu bezeugen" - Südafrikanischer Kardinal Brislin: Papst vertritt Position der Kirche