Papstprogramm für Spanien wird konkret - Mehrere Großveranstaltungen
17.04.202608:45
(zuletzt bearbeitet am 17.04.2026 um 15:14 Uhr)
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Bischofskonferenz teilt weitere Details zum für Mitte Juni geplanten Papstbesuch mit
Madrid, 17.04.2026 (KAP/KNA) Das Programm der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. von 6. bis 12. Juni nimmt zusehends Gestalt an. Die Spanische Bischofskonferenz teilte am Donnerstag weitere Details mit: Demnach ist für den Abend des 6. Juni eine Gebetswache mit Tausenden Jugendlichen auf der Plaza de Lima in Madrid geplant.
Am folgenden Tag will das Kirchenoberhaupt in Spaniens Hauptstadt auf der Plaza de Cibeles einen Gottesdienst samt anschließender Prozession leiten. Die feierliche Einweihung des Jesus-Turms der Sagrada Família in Barcelona, des höchsten Kirchturms der Welt, ist für den 100. Todestag des Architekten Antonio Gaudí am 10. Juni vorgesehen.
Zudem sind zwei große Gottesdienste auf den Kanarischen Inseln geplant, der letzten Station der Reise. Dort will sich der Papst einen Eindruck über die Lage der ankommenden Bootsmigranten verschaffen. In den vergangenen Jahren steuerten Tausende von ihnen die spanischen Ferieninseln vor Westafrika an. Die erste Insel-Messe findet am 11. Juni im Stadion von Gran Canaria statt, die zweite am 12. Juni im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa.
Offizielles Lied zu Papstbesuch vorgestellt
In Madrid ist am Donnerstagabend auch das offizielle Lied für den Anfang Juni stattfinden Papstbesuch in Spanien vorgestellt worden. Mit dem Titel "Alza la mirada" ("Hebt euren Blick") nimmt es das Motto der Reise von Papst Leo XIV. auf und lädt dazu ein, über Probleme hinauszuschauen und Hoffnung zu finden - besonders im Glauben an Gott.
Es handelt es sich um ein kraftvolles fast fünfminütiges Orchester-Popstück mit einem Chor von nicht weniger als 1.700 Stimmen. Es wurde an Orten der Papstreise wie der Sagrada Familia in Barcelona, der Madrider Almudena-Kathedrale sowie in den Kathedralen der Kanarischen Inseln in Las Palmas de Gran Canaria und von La Laguna auf Teneriffa aufgenommen.
An der Komposition wirkten unter der künstlerischen und musikalischen Leitung des Musikers Pablo Cebrián elf Komponisten aus der katholischen Musikszene Spaniens mit. Unter ihnen befanden sich auch als Musiker und Komponisten bekannte Priester wie Toño Casado und Jaime Salmonero.
Der ganze Besuch in einem Lied
Die Hymne solle einen historischen Moment für die Kirche in Spanien begleiten und gleichzeitig ein musikalisches Erbe über den Besuch hinaus hinterlassen, erklärte Cebrián bei der Vorstellung. Einnahmen durch Reproduktionen sollen verschiedenen sozialen Projekten der Kirche in Spanien zugute kommen.
Zu den Vorgaben für die Komposition gehörte, dass sie wesentliche Aspekte des Besuchs von Leo XIV. einfangen sollen - von seinem Treffen mit Jugendlichen in Madrid bis zur Segnung von Gaudís Christus-Turm in Barcelona und einem Besuch bei Migranten auf den Kanarischen Inseln.
Das Stück bewegt sich zwischen religiöser Musik und Popmusik. "Ich habe versucht, eine große Hymne zu schaffen, denn es ist ein bedeutendes Ereignis, und die Menschen zu berühren, ohne dabei unbedingt so zu klingen, wie sie typischerweise Kirchenmusik verstehen", sagte Cebrián. Zentrale Botschaften des Liedes sind Hoffnung und Glauben, der Blick hin zu anderen sowie Frieden, Einheit und Gemeinschaft.
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