Initiative "Vergissmeinnicht": 2025 haben Menschen in Österreich 122 Millionen Euro testamentarisch für gemeinnützige Zwecke hinterlassen
Wien, 18.04.2026 (KAP) 122 Millionen Euro haben die Menschen in Österreich im Vorjahr testamentarisch an gemeinnützige Einrichtungen gespendet, das ist ein neuer Höchststand: Das geht aus einer Hochrechnung des Fundraising Verband Austria hervor, über die in diesen Tagen das kirchliche Canisiuswerk informierte, das ebenfalls Empfänger von Testamentsspenden ist. Die dem Canisiuswerk zugedachten Testamentsspenden fließen in die Förderung der Berufungspastoral in Österreich bzw. fließen in Stipendien, mit denen Menschen unterstützt werden, die sich für den Weg einer geistlichen Berufung entschieden haben.
Elisabeth Grabner, Leiterin des Canisiuswerks, betonte in der Aussendung, ein Legat sei mehr als eine finanzielle Zuwendung: "Es ist nicht zuletzt auch ein Vertrauensbeweis." Wer das Canisiuswerk im Testament bedenke, sage damit, dass diese Arbeit weitergehen solle: "Seit mehr als 100 Jahren tragen solche Vermächtnisse an das Canisiuswerk dazu bei, dass Menschen ihre Berufung entdecken und ein Leben in Sinn und Fülle führen können und wir sie dabei gut begleiten und unterstützen können", so Grabner.
Initiative "Vergissmeinnicht"
Das Canisiuswerk ist u.a. Mitglied der Initiative "Vergissmeinnicht", die über die Möglichkeit eines Vermächtnisses für den guten Zweck informiert. Man habe in den vergangenen Jahren einen deutlich steigenden Zuspruch zu dieser Spendenform verzeichnet, so Ruth Williams, Geschäftsführerin des Fundraising Verband Austria. In den vergangenen zehn Jahren ist das Testamentsspenden-Aufkommen insgesamt um über 120 Prozent gewachsen, zugleich hat auch das Interesse an dieser Spendenform enorm zugelegt.
Laut Umfrage unter 2.000 Personen über 40 Jahre möchten 56 Prozent mit einer Testamentsspende auch nach ihrem Ableben Gutes bewirken. 38 Prozent nennen den persönlichen Bezug zu einer bestimmten Organisation als Grund und 36 Prozent möchten nicht, dass ihr Vermögen nach dem Tod an den Staat fällt.
Zu über 90 Prozent stammen Testamentsspenden von alleinstehenden und kinderlosen Personen, die im Schnitt zwischen 50.000 und 100.000 Euro vererben. Besonders groß ist das Interesse unter kinderlosen Personen: Rund ein Drittel von ihnen ist offen für eine Testamentsspende. Dennoch ist der Informationsbedarf nach wie vor groß: Nur 31 Prozent der über 40-Jährigen haben bisher ein Testament errichtet, 50 Prozent fühlen sich kaum über das Erbrecht informiert.
(Infos und Spendenmöglichkeiten für die österreichische Berufungspastoral unter www.canisius.at)