Papst feiert großen Gottesdienst in Angola und besucht Wallfahrtsort
19.04.202609:37
Angola/Papst/Kirche/Afrikareise
An der dritten Station seiner Afrikareise trifft Leo XVI. auf ein Land, das viele Rohstoffe hat, aber unter wirtschaftlicher Ausbeutung und inneren Konflikten leidet
Luanda, 19.04.2026 (KAP) Mit einem großen Freiluft-Gottesdienst südlich der Hauptstadt Luanda beginnt Papst Leo XIV. am Sonntag den zweiten Tag seines Aufenthalts in Angola. In dem von der Volksrepublik China finanzierten neuen Stadtteil Kilamba werden zur Papstmesse etwa 200.000 Teilnehmer erwartet, die den Papst sehen und seine Predigt hören wollen.
Am Vorabend hatte der Papst in Luanda vor Politikern und Diplomaten gesprochen. Dabei prangerte er die wirtschaftliche Ausbeutung und die unversöhnlichen politischen Konflikte in dem rohstoffreichen Land im Südwesten Afrikas an.
Gebet in wichtigem Wallfahrtsort
Am Sonntagnachmittag ist eine Reise des Papstes nach Muxima im Norden Angolas geplant. Dort will er am populären Marienheiligtum Mama Muxima" ("Mutter des Herzens") am Ufer des Cuanza-Flusses beten.
Angola ist das dritte Land, das der Papst bei seiner insgesamt elftägigen Afrikareise besucht. Zuvor war er bereits in Algerien und Kamerun. Zum Abschluss reist er am Dienstag nach Äquatorialguinea.
(Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Afrika-Reise von Papst Leo abrufbar unter www.kathpress.at/papst-in-afrika)
Angola ist das größte und rohstoffreichste der vier Länder, die Papst Leo XIV. auf seiner langen Afrikareise besucht - Gleich zu Beginn benannte er am Samstag die dortigen Probleme und sparte nicht mit Kritik an den Herrschenden
Leo XIV. stellt klar: Ansprachen für aktuelle Besuche in vier afrikanischen Ländern waren bereits fertiggestellt "bevor sich der Präsident überhaupt jemals zu mir und meiner Friedensbotschaft geäußert hatte"
In Angola ist die katholische Kirche allgegenwärtig - Gesellschaftlich ist der Staat im Südwesten Afrikas ein Land der Ungleichheiten: sichtbarer Boom einerseits, Armut und Ungerechtigkeit andererseits