Zusammenschluss der katholischen Bischofskonferenzen in Asien unterstützt Papst-Aufruf, in Konflikten auf Dialog statt auf Waffen zu setzen
Bangkok/Rom, 19.04.2026 (KAP) Die katholischen Bischöfe in Asien warnen vor einer gefährlichen Abwärtsspirale in Richtung Krieg. In einer von der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) veröffentlichten Erklärung werden die Staats- und Regierungschefs der Welt dringend dazu aufgefordert, der Gewalt ein Ende zu setzen und zum Dialog zurückzukehren. Damit schließen sie sich dem Friedensaufruf von Papst Leo XIV. an, berichteten die Nachrichtenportal "Ucanews" und "Vatican News" am Wochenende.
Fragiles Völkerrecht und geschwächte globale Institutionen drängten die Welt in Richtung von Gewalt, Abschreckung und Dominanz, so die Bischofskonferenzen. In der Erklärung mit dem Titel "Selig, die Frieden stiften - ein pastoraler Appell für Frieden, Gerechtigkeit und moralische Verantwortung" betonen die Bischöfe, dass Friedensarbeit kein frommes Ideal sei, sondern eine moralische Verpflichtung.
Die FABC unterstütze damit auch Papst Leos Warnung, dass Gewalt niemals dauerhaften Frieden sichern könne und dass die Rechtfertigung von Krieg im Namen Gottes eine Verzerrung des Glaubens darstelle. Die Worte des Papstes seien nicht Ausdruck politischer Parteilichkeit, sondern moralischer und spiritueller Führung, ausgeübt in Treue zum Evangelium, betonten die Bischöfe.
Appell an die Weltgemeinschaft
Die Kirchenvertreter appellierten an die Weltgemeinschaft, die Feindseligkeiten und die Ausbreitung von Gewalt zu beenden, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, das Völkerrecht zu achten, die Würde des Menschen zu wahren und eine "moralische Diplomatie" zu verfolgen, die auf dem Gemeinwohl der Menschheit basiert. Sie riefen Menschen aller Nationen und Religionen dazu auf, sich für eine Welt einzusetzen, in der Konflikte durch Vertrauen und Weisheit und nicht durch Angst und Waffen gelöst werden.