Hilfsorganisation verweist zum "Tag der Erde" auf eigenes Umweltschutzprogramm "Back to Nature" für Kleinbauern
Wien, 20.04.2026 (KAP) Anlässlich des "Tags der Erde" präsentiert die Hilfsorganisation Jugend Eine Welt ihr Programm "Back to Nature" und verweist auf konkrete Auswirkungen nachhaltiger Projekte im Globalen Süden. "Nachhaltiges Handeln ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Es gibt keine zweite oder dritte Erde", betonte Geschäftsführer Reinhard Heiserer am Montag in einer Aussendung. Besonders betroffen seien Regionen wie Afrika südlich der Sahara, Südasien und das Amazonasgebiet, wo Klimafolgen wie Dürren, Überschwemmungen oder Abholzung zunehmend Lebensgrundlagen zerstören.
Im Zentrum des Programms stehen kleinbäuerliche Familien, deren wirtschaftliche Existenz direkt von funktionierenden Ökosystemen abhängt. Der Fokus liegt auf Umwelt- und Klimaschutz sowie auf nachhaltigen Lebensweisen. Dadurch können natürliche Lebensgrundlagen bewahrt und gleichzeitig auch die Lebensbedingungen von Menschen in benachteiligten Regionen nachhaltig verbessert werden. Ergänzend setzt sich Jugend Eine Welt auf Aufforstung, Schutz von Lebensräumen sowie Bildungsmaßnahmen ein, etwa zu erneuerbaren Energien, Ressourcennutzung und betriebswirtschaftlichen Grundlagen.
Stabile Lebensgrundlagen schaffen
Ein konkretes Beispiel liefert ein Projekt auf der philippinischen Insel Mindanao: Dort würden laut der Aussendung mittlerweile 2.000 Familien an dem Programm teilnehmen und eine Fläche von insgesamt 2.000 Hektar bewirtschaften. Schulungen erreichten tausende Menschen und führten zu einer deutlichen Umstellung der landwirtschaftlichen Praxis. Statt weniger Monokulturen bauen viele Betriebe heute bis zu 37 verschiedene Pflanzenarten an, was die Ernährungssicherheit erhöht und Risiken reduziert.
Auch wirtschaftlich zeigen sich messbare Effekte: In Einzelfällen stiegen monatliche Einkommen von rund 5.000 auf bis zu 55.000 philippinische Pesos (etwa 780 Euro). Mehr als 500 Familien produzieren mittlerweile Bio-Bananen für lokale Märkte und den Export nach Japan. Zusätzliche Einnahmequellen entstehen durch Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte, wodurch die lokale Wertschöpfung gestärkt wird.
Das Programm soll laut Jugend Eine Welt stabile Lebensgrundlagen schaffen und die Widerstandsfähigkeit ganzer Gemeinden gegenüber Klimarisiken erhöhen. Heiserer unterstreicht mit Blick auf den Aktionstag die globale Verantwortung: "Wir haben nur diese 'eine' Welt - und wir dürfen sie nicht auf Kosten der nächsten Generationen ausbeuten." (Infos: www.backtonature.at bzw. www.jugendeinewelt.at)