Papst ruft Kirche in Angola zu weiterem Friedensengagement auf
20.04.202619:56
Angola/Papst/Kirche/Konflikte
Treffen mit Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Katecheten beschließt Besuch von Leo XIV. in Land im Südwesten Afrikas
Luanda, 20.04.2026 (KAP) Zum Abschluss seiner Reise durch Angola hat Papst Leo XIV. die Kirche des Landes zum aktiven Einsatz für Frieden und Versöhnung nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs aufgefordert. Bei einem Treffen mit Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Katecheten sagte er am Montagabend in der Hauptstadt Luanda: "Verkündet vor allem in diesen Zeiten beharrlich die Frohe Botschaft des Friedens!"
Er lobte Angolas Kirche dafür, dass sie in den Jahren der 2002 beendeten blutigen Konflikte den Krieg angeprangert und die leidende Bevölkerung unterstützt habe. "Ihr habt ihnen zur Seite gestanden, habt auf- und wiederaufgebaut sowie Wege und Lösungen aufgezeigt, um den bewaffneten Konflikt zu beenden."
Den Einsatz für Versöhnung fortsetzen
Leo XIV. forderte Kleriker und Laien auf, diese Aufgabe fortzusetzen, da sie noch immer nicht beendet sei. Vor allem sollten sie jene würdigen, die nach den Leiden des Kriegs alles vergeben haben. "Freut euch mit ihnen, feiert den Frieden!", so der Papst.
Auch künftig sollten sie nicht aufhören, Unrecht anzuprangern und an der Entwicklung Angolas mitzuwirken. Der Beitrag der Kirche in der Bildung und im Gesundheitswesen sei von entscheidender Bedeutung. Dabei sollten sie sich an dem heldenhaften Glaubenszeugnis der einheimischen wie auch der ausländischen Missionare und Missionarinnen orientieren, die ihr Leben für dieses Volk und für das Evangelium gegeben hätten.
Die Ansprache in einer Pfarrkirche in Luanda war die letzte öffentliche Rede des Papstes in Angola. Für Dienstagfrüh war der Weiterflug nach Äquatorialguinea geplant. Das Land ist die vierte und letzte Station der elftägigen Afrikareise des Papstes.
(Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen und Hintergrundberichten zur Afrika-Reise von Papst Leo abrufbar unter www.kathpress.at/papst-in-afrika)