Krautwaschl "dankbar für viele Impulse" - Glettler: "Außergewöhnliche Leuchtfigur der Hoffnung" und "Geschenk für die ganze Menschheit"
Wien/Graz/Innsbruck, 21.04.2026 (KAP) Als Impulsgeber und "außergewöhnliche Leuchtfigur der Hoffnung" haben österreichische Bischöfe den vor einem Jahr verstorbenen Papst Franziskus gewürdigt. Der aus Argentinien stammende Papst war am 21. April 2025 im Alter von 88 Jahren im Vatikan gestorben. Noch am Vortag hatte er den Ostersegen "Urbi et orbi" gespendet und war im Papamobil über den Petersplatz gefahren.
Bischof Wilhelm Krautwaschl erinnerte am Dienstag via Instagram daran, Franziskus habe "ein letztes Mal 'die Welt in sich aufgesogen'", als er sich am Ostersonntag nach dem Segen unter die Gläubigen begab. Er selbst sei in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals an dessen Grab gepilgert und "dankbar für viele Impulse", die der Papst hinterlassen habe, schrieb der Grazer Bischof.
Auch der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler erinnerte auf Instagram an Franziskus als "außergewöhnliche Leuchtfigur der Hoffnung" und "Geschenk für die ganze Menschheit". Vor genau einem Jahr habe der damalige Papst "seine Mission - zumindest auf unserem Planeten, für den er den liebevollen und prophetischen Ausdruck 'gemeinsames Haus' geprägt hat", beendet, so Glettler. Dieses Vermächtnis gelte es fortzuführen. Zugleich verwies er auf Papst Leo XIV., der sich "mit Mut, Weitblick und derselben Herzensenergie" in diese Linie stelle.
Zuvor hatte bereits Kardinal Christoph Schönborn den vor einem jahr verstorbenen Papst als "in vieler Hinsicht prophetisch" bezeichnet. Der emeritierte Wiener Erzbischof verwies auf die Impulse des früheren Kirchenoberhauptes hinsichtlich der Option für die Armen, den interreligiösen Dialog, die Themen Frieden, Migration und Schöpfungsverantwortung sowie den synodalen Prozess in der Katholischen Kirche und den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen.
Der Papst aus Argentinien leitete die Weltkirche mit ihren rund 1,4 Milliarden Katholiken zwölf Jahre lang - seit dem 13. März 2013 -, als der erste Lateinamerikaner im Papstamt. In 2.000 Jahren Kirchengeschichte war er auch der erste Papst, der sich Franziskus nannte, und der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seine Gesten, Enzykliken und Initiativen prägen die katholische Kirche auch noch unter seinem Nachfolger Leo XIV. bis heute, darunter vor allem der weiter laufende Synodale Prozess.
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