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Papst Franziskus
Gedenken
Bild Copyright: © flickr.com / Catholic Church England and Wales

Österreichs Bischöfe würdigen Franziskus am ersten Todestag

21.04.2026 11:25
(zuletzt bearbeitet am 22.04.2026 um 07:38 Uhr)
Österreich/Kirche/Religion/Papst/Religiöses Ereignis/Ehrenamt
Krautwaschl "dankbar für viele Impulse" - Glettler: "Außergewöhnliche Leuchtfigur der Hoffnung" und "Geschenk für ganze Menschheit" - Elbs: Nähe und Stil bleiben Vorbild - Lackner: "Verstand es, aufzurütteln und zu überraschen"
Wien/Graz/Innsbruck/Salzburg, 21.04.2026 (KAP) Als Impulsgeber und "außergewöhnliche Leuchtfigur der Hoffnung" haben österreichische Bischöfe den vor einem Jahr verstorbenen Papst Franziskus gewürdigt. Der aus Argentinien stammende Papst war am 21. April 2025 im Alter von 88 Jahren im Vatikan gestorben. Noch am Vortag hatte er den Ostersegen "Urbi et orbi" gespendet und war im Papamobil über den Petersplatz gefahren.

Bischof Wilhelm Krautwaschl erinnerte am Dienstag via Instagram daran, Franziskus habe "ein letztes Mal 'die Welt in sich aufgesogen'", als er sich am Ostersonntag nach dem Segen unter die Gläubigen begab. Er selbst sei in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals an dessen Grab gepilgert und "dankbar für viele Impulse", die der Papst hinterlassen habe, schrieb der Grazer Bischof.

Auch der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler erinnerte auf Instagram an Franziskus als "außergewöhnliche Leuchtfigur der Hoffnung" und "Geschenk für die ganze Menschheit". Vor genau einem Jahr habe der damalige Papst "seine Mission - zumindest auf unserem Planeten, für den er den liebevollen und prophetischen Ausdruck 'gemeinsames Haus' geprägt hat", beendet, so Glettler. Dieses Vermächtnis gelte es fortzuführen. Zugleich verwies er auf Papst Leo XIV., der sich "mit Mut, Weitblick und derselben Herzensenergie" in diese Linie stelle.

Papst Franziskus habe ihn geprägt "wie kaum ein anderer", schrieb der Feldkircher Bischof Benno Elbs am Dienstag auf Instagram. "Seine Begegnungen waren immer herzlich und seine Botschaft klar: Kirche soll hinausgehen zu den Menschen, besonders zu denen am Rand, denn der Glaube zeigt sich nicht in Worten, sondern im Dienst an den Menschen", erinnerte sich Elbs an den vor genau einem Jahr verstorbenen Papst. "Sein Vertrauen, seine Nähe und sein Stil bleiben für mich Auftrag und Vorbild."

Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner betonte zum ersten Todestag von Papst Franziskus die "Dankbarkeit für sein Leben und Zeugnis, seinen Dienst an Gott und an den Menschen in der Nachfolge Jesu." Auf der Facebook-Seite der Salzburger Erzdiözese hielt der Erzbischof fest: "Papst Franziskus war bis zuletzt ein Mann der Geste, der nahe bei den Menschen sein wollte und der es verstand, aufzurütteln, zu überraschen und so die Botschaft des Evangeliums immer wiederum neu zu entfalten. Sein Andenken prägt die Kirche auf der ganzen Welt."

Zuvor hatte bereits Kardinal Christoph Schönborn den vor einem Jahr verstorbenen Papst als "in vieler Hinsicht prophetisch" bezeichnet. Der emeritierte Wiener Erzbischof verwies auf die Impulse des früheren Kirchenoberhauptes hinsichtlich der Option für die Armen, den interreligiösen Dialog, die Themen Frieden, Migration und Schöpfungsverantwortung sowie den synodalen Prozess in der Katholischen Kirche und den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen.

Der Papst aus Argentinien leitete die Weltkirche mit ihren rund 1,4 Milliarden Katholiken zwölf Jahre lang - seit dem 13. März 2013 -, als der erste Lateinamerikaner im Papstamt. In 2.000 Jahren Kirchengeschichte war er auch der erste Papst, der sich Franziskus nannte, und der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seine Gesten, Enzykliken und Initiativen prägen die katholische Kirche auch noch unter seinem Nachfolger Leo XIV. bis heute, darunter vor allem der weiter laufende Synodale Prozess.

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