Generalsekretärin Kronthaler: Familienbonus muss bleiben, Familienleistungen an Inflation anpassen
Wien, 23.04.2026 (KAP) Die Hilfsorganisation "aktion leben österreich" warnt vor Einsparungen zulasten von Familien und fordert von der Regierung verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen. Der Familienbonus müsse erhalten bleiben, zudem sollten Familienleistungen rasch wieder an die Inflation angepasst werden, hieß es in einer Aussendung vom Donnerstag. Junge Menschen und Eltern bräuchten für die Gründung und den Erhalt einer Familie langfristig verlässliche Leistungen und steuerliche Gerechtigkeit.
Generalsekretärin Martina Kronthaler betonte, erwerbstätige Eltern würden "doppelt in das Wohlergehen eines Staates" investieren - durch Steuerleistungen und durch die Erziehung künftiger Beitragszahler. Der Familienbonus berücksichtige, dass Kinder von einem Erwerbseinkommen mitversorgt werden müssen, und trage diesem Umstand Rechnung, indem zu viel gezahlte Einkommensteuer rückerstattet wird.
Zugleich verwies Kronthaler auf wachsende Verunsicherung bei jungen Menschen und werdenden Eltern. "Sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um sich für Kinder zu entscheiden", sagte sie unter Hinweis auf Erfahrungen aus der Schwangerschaftsberatung. Viele stellten den Wunsch nach Kindern hintan, "wenn sie sehen, wie sehr Familien finanziell am Limit sind". Finanzielle Planbarkeit sei wesentlich, da Eltern langfristige Verantwortung übernehmen.
Kritisch sieht die überkonfessionelle Organisation auch den Wertverlust von Familienleistungen. Ohne regelmäßige Anpassung würden etwa Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulstartgeld real an Kaufkraft verlieren. Angesichts steigender Kosten für Wohnen und Lebensmittel werde dies für viele Familien zunehmend zur Belastung. "Es wäre ein Fortschritt an Gerechtigkeit, wenn Familienleistungen jährlich valorisiert werden und mit der Inflation nicht an Wert verlieren", so die Generalserketärin.
"Nein zur Konsolidierung des Budgets auf Kosten von Familien und Kindern", bekräftigte Kronthaler mit Blick auf laufende Budgetverhandlungen. Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung dürften nicht zulasten von Eltern gehen, vielmehr brauche es gezielte Unterstützung, um Familiengründung und -leben zu erleichtern. (Infos: www.aktionleben.at)