Papst trägt Foto eines im Libanon getöteten Kindes bei sich
23.04.202620:21
Vatikan/Libanon/Konflikte/Krieg/Papst
Leo XIV. mahnt zu neuer Kultur des Friedens, um den Tod vieler unschuldiger Menschen in Kriegen zu verhindern
Rom, 23.04.2026 (KAP) Papst Leo XIV. trägt stets das Foto eines getöteten Kindes mit sich. Das muslimische Kind habe beim Besuch des Papstes Anfang Dezember im Libanon ein Plakat mit einer Willkommensbotschaft für ihn getragen, erzählte das katholische Kirchenoberhaupt am Donnerstag beim Rückflug von seiner elftägigen Afrika-Reise nach Rom. In der jüngsten Nahost-Eskalation sei der Bub dann getötet worden.
Es müsse eine neue Kultur des Friedens gefunden werden, um den Tod vieler unschuldiger Menschen in Kriegen zu verhindern, forderte Leo XIV. Das Foto des Buben, der beim Papstbesuch im Libanon in die Kamera strahlt und kürzlich dort durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran getötet wurde, machte zuletzt auch in Sozialen Medien die Runde.
Ein Staat habe das Recht, an seinen Grenzen Regeln festzulegen, so Leo XIV. bei "Fliegender Pressekonferenz" - Gleichzeitig betont der Papst: Auch bei erschöpften Aufnahmekapazitäten verdient jeder Ankommende Respekt und die Achtung seiner Menschenwürde