Außenminister-Erklärung verurteilt u. a. Verhalten radikaler jüdischer Israelis auf dem Tempelberg
Amman, 24.04.2026 (KAP/KNA) Mehrere arabische Länder haben Israel wiederholte Verstöße gegen den historischen und rechtlichen Status quo an muslimischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem vorgeworfen. Die Stätten müssten geschützt und ihr Status gewahrt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister Jordaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesiens, Pakistans, der Türkei, Saudi-Arabiens, Katars und Ägyptens vom Donnerstag, aus der die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra zitiert.
Unter anderem verurteilten die Unterzeichner das Verhalten radikaler jüdischer Israelis, die wiederholt und unter dem Schutz der israelischen Polizei in provokanter Weise auf das Gelände des Haram al-Scharif (Tempelberg) eindrangen und israelische Flaggen hissten. Dies sei eine nicht hinnehmbare Provokation gegenüber Muslimen weltweit und verletze die Heiligkeit Jerusalems.
Zwei-Staaten-Lösung in Gefahr
Harte Kritik äußerten die Außenminister zudem am israelischen Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten sowie an der weiter eskalierenden Gewalt radikaler israelischer Siedler gegenüber Palästinensern. Sie forderten, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Vorgänge stellten systematische Angriffe auf die Lebensfähigkeit eines palästinensischen Staates und ein Hindernis für eine Zwei-Staaten-Lösung dar.
Die Unterzeichner riefen die Staatengemeinschaft dazu auf, Israel zu einem Kurswechsel zu zwingen. Es brauche klare und entschlossene internationale Maßnahmen, um Israels Verstöße gegen das Völkerrecht zu stoppen und den Palästinensern zu ihren legitimen Rechten zu verhelfen, insbesondere dem Recht auf Selbstbestimmung sowie der Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates in den Grenzen vom 4. Juni 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt.