Weltweite Militärausgaben bei fast drei Billionen US-Dollar
Stockholm, 27.04.2026 (KAP/KNA) Rund um den Globus sind die Militärausgaben zum elften Mal in Folge angestiegen. Im vergangenen Jahr gaben die Staaten der Welt rund 2,9 Billionen US-Dollar für Waffen und Rüstung aus, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag mitteilte. Dieser Wert entspricht rund 2,46 Billionen Euro.
Die drei Länder mit den höchsten Militärausgaben waren den Angaben zufolge die USA (954 Milliarden), China (336 Milliarden) und Russland (190 Milliarden). Diese drei investierten zusammen in diesem Bereich 1,48 Billionen US-Dollar, also etwa die Hälfte des von den Sipri-Experten berechneten Gesamtwertes für 2025. Auf Platz vier bis sieben folgten Deutschland (114 Milliarden), Indien (92 Milliarden), Großbritannien (89 Milliarden) und die Ukraine (84 Milliarden).
Europa rüstet auf
Während die USA damit ihre Militärausgaben um 7,5 Prozent gegenüber 2024 zurückfuhren, stiegen sie laut Statistik um 14 Prozent in Europa und um 8,1 Prozent in Asien und Ozeanien. Für den Anstieg in Europa verantwortlich sind nach Angaben der Wissenschaftler vor allem Russland und die Ukraine. Russland führt seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Zugleich setzten die europäischen NATO-Mitglieder ihre Aufrüstung fort, hieß es weiter. Das habe 2025 zum stärksten jährlichen Anstieg der Verteidigungsausgaben in Mittel- und Westeuropa seit dem Ende des Kalten Krieges geführt. In dieser Gruppe verzeichnet die Statistik für Deutschland die höchsten Ausgaben mit 114 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.
Forscher sehen keine Trendwende
Die Forscher gehen davon aus, dass sich an dem allgemeinen Trend zur Aufrüstung mittelfristig wenig ändert. "Angesichts der Vielzahl aktueller Krisen sowie der langfristigen Verteidigungsausgabenziele vieler Staaten wird sich dieser Anstieg voraussichtlich bis 2026 und darüber hinaus fortsetzen", so Sipri-Experte Xiao Liang.