Islamisten attackieren Dorf im Bundesstaat Adamawa - Auch Gotteshäuser und weitere Gebäude in Brand gesetzt
Abuja, 28.04.2026 (KAP/KNA) Im Nordosten Nigerias haben Bewaffnete mindestens 29 Menschen getötet. Das bestätigte der Gouverneur des Bundesstaates Adamawa, Ahmadu Umaru Fintiri, nach einem Besuch vor Ort in Sozialen Medien. Lokale Medien berichteten in der Nacht zu Dienstag, die islamistische Terrormiliz "IS" habe sich als Urheber des Anschlags im Dorf Guyaku bekannt.
Demnach hatten die Angreifer am Sonntagnachmittag das Dorf gestürmt, als sich die Bewohner gerade auf dem Fußballplatz versammelt hatten. Augenzeugen zufolge sollen sie wahllos in die Menge geschossen haben, bevor sie Gebäude, Gotteshäuser und Motorräder in Brand setzten. Im Online-Dienst X nannte Fintiri den Anschlag "eine feige Tat". Sie sei ein Affront gegen die Menschlichkeit und werde nicht ungestraft bleiben.
Im Bundesstaat Adamawa, der im Osten an Kamerun grenzt, überfielen Terroristen immer wieder Dörfer. Im Jahr 2014 kontrollierte die islamistische Terrorgruppe Boko Haram über mehrere Monate den Norden des Bundesstaates, bis die Armee sie zurückdrängte. Gewalt geht heute auch von bewaffneten Banden aus, die die unsichere Lage ausnutzen. Betroffen ist meist die ländliche Bevölkerung.