Diözese Eisenstadt: Muttertagssammlung für armutsgefährdete Frauen
29.04.202611:57
Österreich/Kirche/Armut/Soziales/Familie
Diözesaner Hilfsfonds betreute 80 Frauen im Jahr 2025
Eisenstadt, 29.04.2026 (KAP) Ein Zeichen gegen Frauenarmut im Burgenland will die Diözese Eisenstadt mit ihrer traditionellen Muttertagssammlung setzen. Die Spenden kommen Frauen zugute, die aufgrund von Trennung, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder nach einer Flucht aus gewalttätigen Beziehungen in finanzielle Notlagen geraten sind. Allein im Jahr 2025 suchten 80 Frauen Hilfe beim Diözesanen Hilfsfonds für Schwangere und Frauen in Notsituationen, wie die Diözese mitteilte. Rund um den Muttertag am 10. Mai bittet sie Pfarren, Organisationen und Privatpersonen, bei klassischen Kirchensammlungen, im Pfarrcafé, über einen Flohmarkt oder eine Spendenbox Gelder für den Hilfsfonds zu sammeln und ein Zeichen der Solidarität mit armutsbetroffenen Frauen zu setzen.
"Wir bitten Sie, den Muttertag zu nutzen, um für die Anliegen von Frauen in Not im Burgenland einzutreten. Gemeinsam helfen wir ihnen, der Armutsfalle zu entkommen", so der Appell von Rebecca Gerdenitsch-Schwarz, Verantwortliche für den Diözesanen Hilfsfonds in der Diözese Eisenstadt. Unterstützende Materialien wie Flyer und Gottesdienstvorschläge werden bereitgestellt. (Info: www.martinus.at/kfb)
Zudem macht die Diözese auf die Notlage der Kinder von armutsbetroffenen Müttern aufmerksam. Armut bedeute für sie weit mehr als materieller Mangel: "Sie führt zu sozialer Ausgrenzung. Wenn die Teilnahme an Schulveranstaltungen oder Freizeitangeboten unmöglich wird, sinken die Bildungschancen und der soziale Rückzug beginnt", hieß es in der Aussendung.
Der Diözesane Hilfsfonds biete keine bloßen Almosen, sondern gezielte finanzielle, Überbrückungshilfen, etwa durch die Übernahme von Mietkosten, hieß es in der Aussendung. In Zusammenarbeit mit Partnern wie der Caritas Sozialberatung, dem Roten Kreuz Burgenland, den Frauenberatungsstellen und Frühe Hilfen werden zudem weiterführende Beratungsangebote geschaffen.