"Umstrittener" Erzbischof von San Francisco in Audienz empfangen
Vatikanstadt, 29.04.2026 (KAP) Erzbischof Salvatore Joseph Cordileone (69), seit 2012 Erzbischof von San Francisco, ist von Papst Leo XIV. in Audienz empfangen worden. Das teilte das vatikanische Presseamt am Mittwoch mit. Cordileone ist einer der bekanntesten Vertreter des konservativen Flügels unter den katholischen Bischöfen in den USA.
Über Anlass und Inhalt des Treffens wurde zunächst nichts mitgeteilt. Cordileone wurde international bekannt, als er im Mai 2022 der damaligen Präsidentin ("Speaker") des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, schriftlich mitteilte, dass sie in seinem Erzbistum nicht zum Empfang der Kommunion zugelassen sei. Als Grund nannte er das Eintreten der in Kalifornien wohnhaften katholischen Politikerin für ein "Recht auf Abtreibung".
"Löwe" trifft "Löwenherz"
Innerkirchlich hat sich Cordileone unter anderem als Verteidiger der alten Lateinischen Messe profiliert. Im April 2025 forderten mehr als 100 kalifornische Katholiken in einer Zeitungsannonce den damaligen Papst Franziskus (2013-2025) auf, Cordileone abzusetzen, weil er das Erzbistum spalte und Intoleranz gegenüber Homosexuellen predige.
Auch Leo XIV. (70) stammt aus den USA. Er wurde 1955 in Chicago (Bundesstaat Illinois) als Robert Francis Prevost geboren. Sein lateinischer Papstname bedeutet übersetzt "Löwe", der Familienname des Erzbischofs von San Francisco kommt vom italienischen Wort für "Löwenherz".