Erzdiözese Salzburg: Arbeitslose brauchen mehr Wertschätzung
30.04.202616:16
Österreich/Kirche/Arbeitslosigkeit/Migration
Betriebsseelsorge der Erzdiözese Salzburg: Arbeitslosigkeit ist für Betroffene Phase mit Existenzsorgen und gesellschaftlichem Druck und keine schöne arbeitsfreie Zeit
Salzburg, 30.04.2026 (KAP) Arbeitslosigkeit bedeutet für Betroffene in den seltensten Fällen freie Zeit oder Erholung. Vielmehr handle es sich häufig um eine Phase von Existenzsorgen, gesellschaftlichem Druck und fehlender Wertschätzung. Darauf hat die Betriebsseelsorge der Erzdiözese Salzburg am "Tag der Arbeitslosen" (30. April) hingewiesen.
"Wer einmal arbeitslos war, weiß, dass das keine schöne, arbeitsfreie Zeit ist, die man genießen kann", so Heiner Sternemann von der Betriebsseelsorge der Erzdiözese Salzburg in einer Aussendung. Der Seelsorger kennt diese Erfahrung auch aus eigener Biografie: "Es ist eine nervenaufreibende Phase von Stress und Druck - wirtschaftlich wie sozial."
Um ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung zu setzen, verteilte Sternemann gemeinsam mit seinem Team am Donnerstag Rosen an arbeitssuchende Menschen sowie an Beraterinnen und Berater des AMS in Hallein und Bischofshofen. "Wertschätzung bleibt in Zeiten der Arbeitslosigkeit oft aus. Genau hier wollen wir ansetzen und zumindest für einen Moment Danke sagen", so Sternemann. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AMS stünden unter großem Druck: "Sie leisten einen belastenden Job und sind oft viel Ärger ausgesetzt."
Die Reaktionen auf die Rosenaktion seien jedes Jahr berührend: "Strahlende Augen und ehrliche Dankbarkeit zeigen, wie wichtig solche Gesten sind", berichtete Sternemann.
Besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund sprachlicher Hürden. Für sie ist die Betriebsseelsorge ganzjährig im "ABZ-Haus der Möglichkeiten" in Salzburg-Itzling präsent. Mit Sprachcafés, Sprachpatenschaften und niederschwelliger Begleitung werden dort die Chancen auf einen Einstieg ins Arbeitsleben verbessert. "Sprache ist ein Schlüssel zur Integration und zur Arbeit", so Sternemann.