OÖ: Diözesane Bildungsstiftung übernimmt Management des Campus7
30.04.202616:03
Österreich/Kirche/Bildung/Campus7
Neuer Wissenschafts- und Ausbildungscampus auf dem Linzer Freinberg vereint ab 2027 sieben Bildungseinrichtungen
Linz, 30.04.2026 (KAP) Mit 1. Jänner 2026 wurde von Bischof Manfred Scheuer die Stiftung für Bildung, Wissenschaft und Soziales ins Leben gerufen. Eine ihrer Hauptaufgaben ist das Management des Campus7, der ab 2027 auf dem Linzer Freinberg entsteht. Zum Vorsitzenden der Bildungsstiftung wurde Andreas Kaltseis, Leiter des Bereichs Bildung & Kultur der Diözesanen Dienste, bestellt. Geschäftsführerin ist Karin Imlinger-Bauer, die bisherige Leiterin des Projekts Campus7. Am Mittwoch überreichte Bischof Scheuer das Ernennungsdekret an den Stiftungs-Vorsitzenden Andreas Kaltseis. Die Bischöfliche Stiftung für Bildung, Wissenschaft und Soziales, kurz "Bildungsstiftung", sei die zentrale Organisation zur Umsetzung der diözesanen Bildungsstrategie, teilte die Diözese am Donnerstag in einer Aussendung mit.
Zu den Aufgaben der Bildungsstiftung gehöre die Entwicklung einer einrichtungsübergreifenden bildungsstrategischen Schwerpunktsetzung. Gemeinsam mit den einzelnen diözesanen Bildungseinrichtungen soll die Bildungsstiftung sicherstellen, dass die entwickelten Zielvereinbarungen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten umgesetzt werden. Auch die Akquirierung zusätzlicher finanzieller Mittel für den Bau und die Instandhaltung des Campus durch Spenden, Sponsoring und Förderungen zählt zu den Aufgaben.
Der Campus7 vereint sieben Bildungseinrichtungen in einem modernen Wissenschafts- und Ausbildungscampus: die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (PHDL), die Katholische Privat-Universität (KU) Linz, die Schulen für Sozialbetreuungsberufe der Caritas und Altenbetreuungsschule des Landes OÖ, die Adalbert-Stifter-Praxisschulen, das Kolleg für Sozialpädagogik, das Konservatorium für Kirchenmusik und die Diözesanbibliothek Linz. Die Einrichtungen bleiben dabei selbstständige Einheiten und sind auch den Bund- und Landesvorgaben verpflichtet.
Johann Hintermaier, Bischofsvikar für Bildung, Kunst und Kultur, hielt in der Aussendung fest, dass die Diözese Linz den Campus7 als "Insel der Hoffnung" verstehe und als wichtigen Beitrag, um dem akuten Mangel an Pädagoginnen und Pädagogen sowie Fachkräften in sozialen und sozialpädagogischen Arbeitsfeldern entgegenzuwirken. "Wir wollen einen Bildungsstandort schaffen, der weit über Oberösterreich hinauswirkt", so Hintermaier. Künftig würden mehr als 3.000 Personen am Campus studieren bzw. in Ausbildung sein.