Kardinal Marx: Leo XIV. stellt Pontifikat in Dienst des Friedens
30.04.202613:03
Deutschland/Papst/Kirche
Positive Zwischenbilanz zu einem Jahr Papstamt aus Sicht des Münchner Erzbischofs
München, 30.04.2026 (KAP/KNA) Kardinal Reinhard Marx hat Papst Leo XIV. im ersten Jahr seines Wirkens stets als jemanden erlebt, der Ausgleich und Einheit suche. Das sagte der Erzbischof von München und Freising am Donnerstag. Vor allem aber stelle das Oberhaupt der katholischen Kirche das Pontifikat in den Dienst des Friedens und erinnere mit klaren Worten unermüdlich an die universale Botschaft Christi von Liebe, Gewaltlosigkeit und Barmherzigkeit.
Der Papst habe sich immer wieder deutlich und gut vernehmbar gegen Krieg und Terror ausgesprochen und seine Stimme für die Armen und Unterdrückten erhoben, die sonst nur wenig Fürsprache bekämen, betonte Marx. "Dafür bin ich ihm in diesen schwierigen Zeiten, in denen Krieg von vielen Mächtigen in Kauf genommen oder sogar bewusst eingesetzt wird, sehr dankbar."
Anlässlich des ersten Jahrestags der Wahl von Leo XIV. feiert Kardinal Marx am Sonntag um 10 Uhr im Münchner Liebfrauendom einen Gottesdienst. Der US-amerikanische Kardinal Robert Francis Prevost war am 8. Mai 2025 zum Nachfolger des verstorbenen Papstes Franziskus gewählt worden.
"Wir wollen mit diesem Gottesdienst für das Pontifikat von Papst Leo XIV. danken und um den Segen Gottes für sein Wirken bitten", erklärte Marx. Zugleich solle des verstorbenen Papstes Franziskus und seiner segensreichen zwölfjährigen Amtszeit gedacht werden, so Marx. "Ohne eine Kopie seines Vorgängers zu sein, steht Papst Leo XIV. doch in einer klaren Kontinuität zu Papst Franziskus, der die Aufmerksamkeit der Welt stets auf die an den Rand gedrängten Menschen lenkte und sich unermüdlich für Frieden und Versöhnung einsetzte. Dieses Zeugnis ist unvergessen!"
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