Neuer Lehrgang will auf "spirituell ausgehungerte Menschen" reagieren
Wien, 03.05.2026 (KAP) "Spiritualität ist das, was mich leben lässt und zugleich das, was größer ist als ich selbst": Die Suche nach zeitgemäßer Spiritualität steht im Fokus der aktuellen Folge des Podcasts "Orden on air" der Österreichischen Ordenskonferenz mit Sr. Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz. Viele Menschen seien heute "spirituell ausgehungert", da ihr Glaube oft nicht mit ihren Lebens- und Krisenerfahrungen mitgewachsen sei. "Viele Menschen sind in ihrem Kinderglauben stehen geblieben, aber ihr Leben ist weitergegangen", so die Ordensfrau und Leiterin des zweijährigen Spiritualitätslehrgangs "glauben und leben - Spuren und Wurzeln des Christlichen".
"Spiritualität ist vielleicht das Beste, was wir als Orden haben - und genau das wollen wir weitergeben. Nicht als fertige Antwort, sondern als Einladung, sich auf den Weg zu machen", erklärte Rod die Intention des Lehrgangs, der ermögliche, als Erwachsener den eigenen Glauben zu vertiefen, reflektieren und neu entdecken zu können. Der zweijährige Lehrgang startet ab September 2026 in Wien.
"Glaube, Religion, Spiritualität - sie haben alle mit einer Liebe zum Leben und zu einer größeren Wirklichkeit zu tun", so Rod im Podcast. Zentrales Element des Lehrgangs sei die Gemeinschaft: "Das Wort Kirche bedeutet 'die zum Herren, die zu Gott gehören' - und wenn das so ist, dann will ich auch mit anderen unterwegs sein, die sich auch irgendwie diesem Gott, dieser größeren Wirklichkeit zugehörig fühlen."
Lehrgang ab Herbst 2026
Der Lehrgang aus acht Modulen verbindet inhaltliche Impulse, Austausch in der Gruppe und eine spirituelle Praxis, wie Meditationen. Inhaltlich spannt der Lehrgang einen breiten Bogen: Themen wie "Jesus und seine Quellen", "Glauben mit den Orden", "Glauben in der Kirche und Kirche in der Welt von heute", "Glauben feiern - Gebet und Liturgie", "Glaube ist mystisch und politisch". Die Module dauern jeweils von Donnerstagabend bis Sonntagmittag; das erste Modul beginnt am 24. September.