Missio-Projektpartnerin berichtet von Engpässen bei Nahrung, Medikamenten und Unterkünften - "Psychische Belastung für Kinder enorm"
Wien/Beirut, 07.05.2026 (KAP) Die trotz Waffenruhe anhaltenden Gefechte und Raketenangriffe zwischen der Hisbollah und Israels Armee bringen Hilfsorganisationen im Libanon an ihre Grenzen: Es fehle an Nahrung, wichtigen Medikamenten und vor allem Kinder litten massiv unter den psychologischen Auswirkungen des Krieges, berichtete Schwester Annie Demerjian, Projektpartnerin der Päpstlichen Missionswerke, am Mittwoch in einer Missio-Österreich-Aussendung. Schulen und Kirchen, die bisher als Unterkünfte dienten, würden aufgrund der anhaltenden Bombenangriffe in den Dörfern zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. "Wir schaffen es kaum noch, den flüchtenden Familien ein Mindestmaß an Würde zu ermöglichen. Schlafplätze haben wir fast keine mehr", so Demerjian von der Ordensgemeinschaft der Schwestern Jesu und Mariens.
"Einige Familien versuchen, Wohnungen zu mieten, aber die Kosten sind unglaublich hoch. Das kann sich kaum jemand leisten", berichtete die Ordensfrau. Besonders gravierend zeigt sich die Not bei Kindern. "Die psychische Belastung der Kinder ist enorm. Es besteht ein wachsender Bedarf an psychologischer Unterstützung für die Kleinsten. Wir versuchen alles, um den Kindern sichere Orte zu ermöglichen und kleine Aktivitäten anzubieten, die ihnen Ruhe und Geborgenheit schenken."
Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Vertreibung machten es aber zunehmend schwierig, alle Menschen zu erreichen. "Jeder Tag bringt neue Familien, neue Bedürfnisse und leider auch neue Lücken in dem, was wir leisten können." Demerjian bittet weiterhin um Unterstützung für die notleidenden Familien im Libanon: "Ihre Unterstützung ermöglicht es uns nicht nur zu helfen, sondern auch für die Familien präsent, beständig und verlässlich zu bleiben, die bereits so viel durchmachen mussten." (Spendenkonto: IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500; Verwendungszweck: Nothilfe Libanon oder online unter www.missio.at)