Videokonferenz mit Geistlichen aus Kriegsregion nahe der israelischen Grenze
Vatikanstadt, 07.05.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat sich per Videokonferenz mit rund zehn Priestern aus dem krisengeprägten Südlibanon verbunden und ihnen seine Nähe zugesichert. Während einer Audienz des vatikanischen Nuntius in Beirut, Erzbischof Paolo Borgia, sprach der Papst am Mittwoch laut Vatican News mit den Geistlichen aus den Grenzregionen zur sogenannten "Blue Line".
"Ich bin euch nahe", habe der Pontifex den Priestern zugesprochen. Er habe ihnen für ihren Dienst gedankt, seine Gebete versichert und den apostolischen Segen erteilt. Die Geistlichen berichteten von einer überraschenden, aber tief bewegenden Geste in einer weiterhin von Spannungen und Zerstörung geprägten Region.
Der Pfarrer von Rmeish, Toni Elias, sprach von einem "Hauch von Hoffnung und Vertrauen". Das Gespräch habe nur wenige Minuten gedauert, sei aber ein wichtiges Zeichen der Ermutigung gewesen. Organisiert wurde die Zuschaltung über den Nuntius, der sich seit Monaten in den betroffenen Grenzgebieten engagiert.
Auch die katholische Gemeinde im Gazastreifen erhielt erneut ein Zeichen päpstlicher Nähe. Pfarrer Gabriel Romanelli berichtete von einem Kontakt mit Leo XIV., der die kleine Kirchengemeinde zur Ausdauer im Dienst an den Menschen ermutigt und zum Gebet für den Frieden aufgerufen habe. Trotz einer fragilen Waffenruhe bleibe die humanitäre Lage dort schwierig, sagte Romanelli. Die Worte des Papstes seien jedoch eine wichtige Stütze im Alltag.
Papst Leo XIV. steht seit seiner Wahl regelmäßig in direktem Kontakt mit Gemeinden in Konfliktregionen und setzt dabei zunehmend auf digitale Begegnungen, um Nähe und Solidarität der Kirche sichtbar zu machen.