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KI in Ordensspitälern: Einsatz bei Diagnostik und Infektionswarnung

08.05.2026 09:00
Österreich/Technologie/Krankenhaus/Medizin & Gesundheit/Gesundheitseinrichtung/Gesundheitsorganisation/Medizin/Kirche/Ethik/Wissenschaft/Orden/Podcast
Neue Folge von Podcast "Lebenswerk" thematisiert Chancen, Grenzen und ethische Fragen künstlicher Intelligenz im Klinikalltag
Wien, 08.05.2026 (KAP) Von Krebsdiagnostik, Infektionsprävention hin zu organisatorischen Abläufen: Künstliche Intelligenz (KI) kommt in österreichischen Ordensspitälern bereits in mehreren Bereichen zum Einsatz. "Wir als Ordensspitäler sind Innovationstreiber und setzen KI systematisch ein", sagt dazu Johanna Rohrhofer, Leiterin des Innovationsmanagements der Vinzenz Gruppe, in der aktuellen Folge des Ordensspitäler-Podcasts "Lebenswerk". KI-Systeme lieferten Entscheidungsgrundlagen, der Kern der Medizin bleibe menschlich, stellte Rohrhofer klar: "KI wird den Kontakt nicht ersetzen können, wenn es um Empathie und um emotionale Intelligenz geht."

Aktuell testen das Wiener St. Josef Krankenhaus und das Ordensklinikum Linz ein KI-gestütztes System zur Früherkennung von Darmkrebs; ein anderes KI-basiertes System namens "Achtung Krankenhauskeim" soll mögliche Infektionen identifizieren. KI-Systeme funktionieren jedoch nur, wenn die Datenqualität und die Prozesse stimmen. "Das beste KI-System, das auf einen schlechten Prozess aufgestülpt ist, wird zu einem Mehraufwand und zu einer Unzufriedenheit führen", so Rohrhofer.

Trotz der High-Tech-Unterstützung gebe es aber auch Grenzen der Einsetzbarkeit, erklärte dazu Prim. Dr. Christian Neumann, Leiter der Radiologie und Nuklearmedizin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien. Weiters bleibe die Frage der Verantwortung: "KI ist immer nur so stark wie die Basis, auf der sie trainiert wurde. Wer ist schuld, wenn eine Diagnose falsch ist, da manche Diagnosen atypisch sind?"

Effizienz versus "AI-Slop"

Die Erwartungen an Künstliche Intelligenz seien hoch, wenn es um Entlastung und Effizienz geht. Konkret unterstützt die KI beim Generieren von Arztbriefen, der OP-Planung und der Erstellung von Dienstplänen. Auch in der Pflege wird laut Rohrhofer die Technologie wirksam, etwa bei "intelligenten Pflegebetten" mit Sensorik zur Datenerhebung. In der Diagnostik, insbesondere in der Bildgebung, sorgt der Einsatz von KI zudem für eine schnellere Befundung und hilft, Muster für seltene Krankheiten früher zu identifizieren.

"KI kann Zeit schenken. Spannend ist jedoch der Gegeneffekt, der in der Fachsprache 'AISlop' heißt. Ein Beispiel: Früher erhielt man kurze, prägnante Antworten auf E-Mails. Heute unterstützt die KI beim Schreiben, und man bekommt sehr lange, aufgebauschte Texte. Sie sind zwar inhaltlich korrekt, hätten aber kürzer sein können. Plötzlich wird alles mehr und alles lang, hier müssen wir aufpassen", so Rohrhofer.

Weiters sei der Einsatz von KI untrennbar mit Ethik und Governance verbunden, wird im Podcast erklärt. Eine große Gefahr bestehe etwa in der Verzerrung der Daten: "Frauen, Menschen mit dunkler Haut oder ältere Personen sind in vielen klinischen Studien unterrepräsentiert. Das kann dazu führen, dass ein KI-System Symptome oder Risiken nicht richtig einordnet. KI reproduziert nur das, was in den Daten vorhanden ist", sagt Rohrhofer. Mitarbeitende müssten daher geschult werden, Fehler der KI zu erkennen. Denn: "Der Mensch tendiert nämlich dazu, der Technologie mehr zu vertrauen als der eigenen Intuition."

Ordensspitäler Österreichs

Die 23 Ordensspitäler Österreichs betreuen jährlich rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten. Bundesweit steht jedes fünfte Spitalsbett in einem Ordenskrankenhaus, etwa 7.100 Betten. Über 200.000 Patientinnen und Patienten werden jährlich operiert. Weiters beschäftigen die Ordensspitäler rund 20.000 Mitarbeitende.

(Podcast "Lebenswerk" der Ordensspitäler Österreichs abrufbar auf allen gängigen Plattformen sowie unter https://www.ordensspitaeler.at/ordensspitaeler/podcast/lebenswerk)
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