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Neuer Patriarch von Georgien wird am Montag gewählt

08.05.2026 08:43
Georgien/Kirche/Orthodoxie/Patriarchenwahl
1.500 Delegierte kommen am 11. Mai in der Dreifaltigkeitskathedrale in Tiflis zusammen, aber nur die 39 Bischöfe der Georgischen Orthodoxen Kirche haben das Wahlrecht
Tiflis, 08.05.2026 (KAP) Die Wahl des neuen Patriarchen der Georgischen Orthodoxen Kirche findet am 11. Mai statt. Das hat die Kirchenleitung in Tiflis bekannt gegeben. Das Erweiterte Kirchenkonzil kommt demnach am kommenden Montag um 13 Uhr in der Dreifaltigkeitskathedrale in Tiflis zusammen, um aus drei Kandidaten das neue Kirchenoberhaupt zu wählen. Insgesamt besteht der Rat aus rund 1.500 Delegierten, von denen allerdings nur die 39 Bischöfe der Georgischen Kirche wahlberechtigt sind.

Bereits Ende April hatte der Heilige Synod der Georgisch-orthodoxen Kirche jene drei Kandidaten gewählt, die für das Amt des Patriarchen kandidieren werden. Die Wahl ist notwendig, da das bisherige Kirchenoberhaupt Patriarch Ilia II. am 17. März verstorben ist. Bei der Abstimmung unter den Bischöfen der Georgischen Kirche erhielt Metropolit Schio (Mujiri) 20 Stimmen, Metropolit Job (Akiashvili) sowie Metropolit Gregory (Berbichashvili) erhielten jeweils 7 Stimmen.

Andria Jaghmaidze, Leiterin des Pressedienstes der Georgischen Orthodoxen Kirche, berichtete am Donnerstag gegenüber georgischen Medien, dass es beim Erweiterten Kirchenkonzil nur für drei Vertreter von jenen Diözesen, aus denen die Kandidaten kommen, ein Rederecht gibt. Alles andere wäre im Blick auf die große Zahl der Teilnehmenden nicht praktikabel.

Stichwahl möglich

Die 39 Bischöfe wählen dann den neuen Patriarchen: Erhält einer der drei Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen - also 20 der 39 Bischöfe -, ist keine Stichwahl erforderlich. Wenn keiner der Kandidaten 20 Stimmen erhält, findet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt.

Die Wahl wird laut der Kirchensprecherin nicht live übertragen, allerdings werde im Nachhinein eine Aufzeichnung der Sitzung veröffentlicht. Der Termin der Inthronisierung des neu gewählten Patriarchen werde erst nach der Wahl festgelegt, da der neue Patriarch traditionell den Zeitpunkt der Inthronisierungszeremonie selbst bestimme, wie die Sprecherin erläuterte.

Wie sich die rund 1.500 Delegierten zusammensetzen, war in den vergangenen Wochen Thema vieler innerkirchlicher Beratungen. Es gab und gibt auch Kritik am Prozedere. So meinte etwa Metropolit Nikoloz (Pachuashvili), dass die Anwesenheit der Delegierten ohne Wahl- und Rederecht wohl in erster Linie dazu diene, einen transparenten und öffentlichen Ablauf des Konzils zu gewährleisten. Es wäre seiner Meinung nach aber besser gewesen, die gesamte Sitzung live zu übertragen; in diesem Fall wäre die Anwesenheit so vieler Delegierte gar nicht nötig gewesen.

Kandidaten mit unterschiedlichem Profil

Von den drei Kandidaten gilt Metropolit Schio (57) als regierungsfreundlich und eher prorussisch. Metropolit Job (65) gilt als konservativer Hierarch, der Distanz zu Moskau wahrt, sich aber in Glaubensfragen energisch äußert. Metropolit Gregory (Berbichashvili, 69) gilt als regierungskritisch und Europa-freundlich und hat sich während der politischen Unruhen der vergangenen Jahre immer wieder deutlich zu Wort gemeldet.

An einen Kandidaten für das Patriarchenamt werden eine Reihe von Anforderungen gestellt: Er muss georgischer Nationalität und Bischof der Georgischen Orthodoxen Kirche sowie zwischen 40 und 70 Jahre alt sein, über eine theologische Ausbildung und umfangreiche Erfahrung in der Kirchenverwaltung verfügen.

Letztere Kriterien sind freilich nicht klar definiert. So gab es etwa Diskussionen um die theologische Qualifikation von Metropolit Job. Für Aufsehen sorgte daher die Meldung, dass dem Metropoliten am 5. Mai nach einem Beschluss des zuständigen Ausschusses der Orthodoxen Theologischen Akademie und des Theologischen Seminars von Tiflis in Anerkennung seiner früheren Studien der akademische Grad eines Bachelors der Theologie verliehen wurde.
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