Neue Frauen- und Gleichstellungsinitiative in der Diözese Feldkirch
08.05.202612:18
Österreich/Kirche/Glaube/Soziales/Gleichstellung
Gleichstellungsteam will Frauen in ihrer Berufung fördern und sichtbarer machen - Konzepte für integrative Arbeitskultur in Entwicklung
Feldkirch, 08.05.2026 (KAP) Frauen sichtbar machen und Gleichstellung nachhaltig verankern: Das sind die Aufgaben einer neuen Initiative der Diözese Feldkirch. Dabei werden Konzepte für eine integrative Arbeitskultur entwickelt. Ziel sei es, die "Kirche als Lebensraum zu gestalten, in dem Frauen ihre Berufung entfalten und wirksam werden können", berichten die seit März neu eingesetzten Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Marlies Enenkel-Huber und Nadine Oderwald-Schett in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "frauenZeit" (Nr. 41). Mit dem neu eingerichteten Gleichstellungsteam arbeiten die Frauen an der Weiterentwicklung konkreter Maßnahmen. Das Team, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Leitung, Personal, Pastoral und Ehrenamt, vereine dabei mehrere Perspektiven.
Im Fokus der Initiative stehen drei Leitgedanken: "Sichtbar machen, Orientierung geben, Bewusstsein schaffen." So sollen Frauen, ihre Charismen und ihre Berufung in allen Bereichen kirchlichen Lebens stärker wahrgenommen und anerkannt werden. Unterschiedlichkeit werde als Geschenk verstanden - "als Quelle von Lebendigkeit, die es in allen Kontexten zu achten gilt". Zudem solle Offenheit für andere Perspektiven aktiv gefördert werden.
Geplantes Maßnahmenpaket zur Frauenförderung
"Ich freue mich, in meiner neuen Rolle die Möglichkeit zu haben, Frauen verstärkt auf die Bühne zu bringen - sei es in ihrem Arbeitsalltag, in den unterschiedlichsten Teams und Gremien oder in Leitungsfunktionen - sie miteinander zu vernetzen und sich gegenseitig zu inspirieren", erzählte Gleichstellungsbeauftragte Oderwald-Schett. Die Kirche müsse als Lebensraum so gestaltet werden, "dass sich Frauen wirksam und mit Freude, entsprechend ihren Berufungen und Bedürfnissen einbringen und engagieren können", ergänzte Kollegin Enenkel-Huber.
Derzeit werde an der Entwicklung einer "integrativen und vielfältigen Arbeitskultur gearbeitet", hieß es: "Gleichstellung und Diversität sollen nicht als Einzelthemen behandelt werden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil aller Bereiche und Entscheidungen in der Diözese wirken." Ein konkretes Maßnahmenpaket zur Frauenförderung sei in Vorbereitung und werde in die "Agenda 2030" integriert. Als Orientierung dienten Impulse der Synode 2024.