Deutscher Bundespräsident eröffnet am Mittwoch Katholikentag in Würzburg - lebendiger christlicher Glaube wichtig - Leitwort "Hab Mut, steh auf!" als Positionierung für Demokratie
Berlin/Würzburg, 10.05.2026 (KAP/KNA) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier freut sich auf den Katholikentag in Würzburg. "Katholikentage und Kirchentage sind für mich seit vielen Jahren besondere Orte der Begegnung und der Zuversicht", sagte Steinmeier am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er erlebe dort, wie lebendiger christlicher Glaube sei. Der Katholikentag findet von Mittwoch bis Sonntag in Würzburg statt.
Die Christentreffen laden nach seinen Worten dazu ein, "einander zuzuhören, Verschiedenheit stehen zu lassen und dennoch das Gemeinsame zu suchen", so Steinmeier, der selbst Protestant ist. Das Leitwort "Hab Mut, steh auf!" passe genau in diese Zeit. Er erhoffe sich eine solche Ermutigung vom Katholikentag - "für die Kirchen ebenso wie für unsere Gesellschaft". Besonders gespannt sei er auf "spontane Begegnungen mit Besucherinnen und Besuchern und auf die besondere Atmosphäre Würzburgs mit ihrer fränkischen Gastlichkeit".
Er fühle sich eng mit den Treffen verbunden. Das habe wohl auch damit zu tun, dass seine Frau Elke Büdenbender katholisch sei und er deswegen beständig im Kontakt mit beiden Konfessionen stehe.
Verteidigung der Demokratie
Der Katholikentag in Würzburg setzt Schwerpunkte auf die Themen Demokratie und Synodalität, kündigte die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, im Vorfeld an. Gemeinsam mit der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) veröffentlichte das ZdK zum Europatag am 9. Mai eine gemeinsame Erklärung, in der die beiden Laienverbände vor einer fortgesetzten Beschädigung der Europäischen Union durch die Neue Rechte warnen und kritisieren, dass diese das Christentum für ihre Zwecke vereinnahmt.
Als Gäste aus der Politik werden beim Katholikentag neben Bundespräsident Steinmeier auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und mehrere Bundesministerinnen erwartet. Auch Abgeordnete aus dem Bundestag, dem Europaparlament und mehreren Landtagen wollen kommen. Die AfD sei nicht zu den Podien eingeladen worden, erklärte Stetter-Karp. Katholiken, die die Partei wählen, sollten aber Gesprächsmöglichkeiten bekommen.
Katholischen Aktion Österreich und Zentralkomitee der deutschen Katholiken veröffentlichen gemeinsame Erklärung "Für einen Katholizismus der universellen Menschenwürde"