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Libanon: Trauer über Abriss einer christlichen Schule

12.05.2026 09:37
Libanon/Israel/Kirche/Konflikte/Ordensschulen
Ordensoberin Sabbagh: Ordensschule im Grenzdorf Yaroun zwar schon seit 2010 geschlossen, ihre vollständige Zerstörung trifft Bevölkerung und Ordensschwestern aber sehr
Vatikanstadt/Beirut, 12.05.2026 (KAP) Im Libanon hat die israelische Armee in der Ortschaft Yaroun nahe der Grenze zu Israel eine christliche Schule abgerissen. Die Ordensschule ist zwar schon seit dem Jahr 2010 geschlossen, trotzdem sei die christliche Gemeinschaft im Land tief betroffen von der symbolischen Tragweite der Aktion, wie die Generaloberin der Kongregation der Salvatorianerinnen Unserer Lieben Frau von der Verkündigung, Sr. Gladis Sabbagh, gegenüber vatikanischen Medien sagte.

Die nach dem hl. Georg benannte Schule wurde 1972 von den Salvatorianerinnen gegründet und beherbergte zu ihren besten Zeiten 500 Schülerinnen und Schüler. Die Schule sei ein wichtiger Bezugspunkt im gesamten Bezirk Bint Dschubail im Süden des Libanon gewesen, so Sabbagh: "Die Schule hat dazu beigetragen, die Grundbildung in einer ressourcenarmen Region zu stärken, eine gemeinsame Identität unter den Einwohnern zu schaffen und sie zu einem Zentrum für soziale und kulturelle Aktivitäten zu machen."

Nachdem der Südlibanon nicht erst seit Kurzem ein ständiger Kampfplatz ist, musste die Schule schon 2010 geschlossen werden. Doch keiner der Einwohner von Yaroun hätte sich jemals vorstellen können, dass sie von den Israelis mit Baggern endgültig abgerissen werden würde, so die Generaloberin: "Es herrschte ein Gefühl des kollektiven Verlusts: Die Schule war die Erinnerung an die Kindheit, an eine ganze Generation."

Yaroun sei mittlerweile zu einem Geisterdorf geworden: Nicht nur die Schule, das ganze Dorf sei zerstört, so die Ordensfrau. Das betreffe gleichermaßen Wohnhäuse, Straßen, Wasser- und Stromnetze sowie auch Kirchen und Moscheen. Das gleiche Schicksal habe auch viele andere Dörfer im Süden des Libanon ereilt, aus denen die Bevölkerung fliehen musste.

Sr. Sabbagh sah in den Bildern ihrer dem Erdboden gleichgemachten Schule eine tiefgreifende Metapher für den Krieg, der auch die Bildung trifft: "Konflikte betreffen nicht nur die Gegenwart, sondern verändern die Zukunft einer ganzen Generation. Der Schutz der Bildung in Kriegszeiten ist kein Luxus, sondern ein grundlegendes humanitäres Gebot, um sicherzustellen, dass Kinder nicht für etwas bezahlen müssen, das sie absolut nichts angeht", so die Ordensfrau.
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