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Deutsches Katholikenkomitee fordert Frauen-Gipfel im Vatikan

13.05.2026 15:38
Deutschland/Kirche/Frauen/Sozialpolitik/ZdK
ZdK-Vollversammlung: Stimmen von Frauen in Kirche stärker hören
Würzburg, 13.05.2026 (KAP/KNA) Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) fordert einen weltweiten Frauen-Gipfel im Vatikan. Die Zeit sei reif dafür, dass die katholische Kirche die Stimmen von Frauen stärker höre, heißt es in einem am Mittwoch in Würzburg beschlossenen Antrag der Frühjahrsvollversammlung in Würzburg.

Das Katholikenkomitee verwies darauf, dass es schon einige Gipfel im Vatikan gegeben habe, die aktuelle Fragen bearbeitet hätten. Sie seien vom gegenseitigen Zuhören geprägt gewesen und hätten die Lebens- und Berufungszeugnisse von Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Zugleich böten solche Gipfel die Chance, wissenschaftliche Impulse aus Theologie und anderen Disziplinen zu integrieren und Akteurinnen und Akteure aus allen Erdteilen zu vernetzen.

Zugleich forderte die Frühjahrsvollversammlung Änderungen an der geltenden Leseordnung biblischer Texte in den katholischen Gottesdiensten. Diese Leseordnungen berücksichtigten viele Frauen der Bibel nicht oder ignorierten durch Kürzungen ihre Glaubenszeugnisse und Lebenserfahrungen. Es sei an der Zeit, die biblischen Frauen in den Gottesdienst-Texten angemessen zu Wort kommen und in ihrem Glaubenshandeln sichtbar werden zu lassen.

Sozialstaat durch Reformen stärken

Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der zweitägigen ZdK-Versammlung lag auf dem Sozialstaat. So forderte die Präsidentin des Zentralkomitees, Irme Stetter-Karp, die deutsche Bundesregierung auf, das Vertrauen in die geplante Rentenreform zu fördern: "Ich appelliere an das Bundeskabinett, jetzt weniger Krisenrhetorik und mehr Zukunftsvision zu bieten." Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Welskop-Deffaa, sagte, die Rentenreform müsse die gesetzliche Rente fit machen für die demografischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. "Die politische Aufgabe, das Vertrauen in die gesetzliche Rente zu erhalten, ist durch kein Reformvorhaben in der betrieblichen oder privaten Alterssicherung zu ersetzen."

Grundsätzlich sprach sich die ZdK-Vollversammlung für eine Überprüfung des Sozialstaats aus. Sozialpolitik müsse sich immer wieder die Frage stellen, ob sie die Menschen, die von Armut betroffen sind, wirklich erreicht und ob sie die Menschen von Anfang an zu einem selbstbestimmten Leben befähigt, heißt es in einem beschlossenen Antrag. Gleichwohl sei klar, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt und eine prosperierende Volkswirtschaft einen starken Sozialstaat brauchten.

Investitionen in Bildung stärken Zusammenhalt

"Investitionen in Bildung, Prävention, Pflege und kommunale Infrastruktur sind deshalb keine bloßen Ausgaben und erst recht keine überhöhten Belastungen, sondern Voraussetzungen für Zusammenhalt, Teilhabe und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit", betonte das oberste katholische Laiengremium Deutschlands.

Das Katholikenkomitee warnte vor einer Umkehrung der sozialpolitischen Debatte. Aus der berechtigten Frage nach Effizienz und fairer Finanzierung dürfe nicht die Botschaft werden: "Das Soziale ist zu teuer." Der Sozialstaat werde nur dann zu teuer, wenn er "zu spät hilft, zu bürokratisch organisiert ist, Kommunen überfordert und Prävention vernachlässigt".

Grundlegendes Ziel von Reformen müsse es sein, Menschen in die Lage zu versetzen, ihr Leben selbst zu gestalten. Deshalb brauche es Prävention sowie ein breites Angebot in der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe und der Pflege. Wichtig sind aus Sicht des Katholikenkomitees unbürokratische Hilfen aus einer Hand: Es brauche "einen Antrag, eine Ansprechperson, einen Hilfeplan und eine Entscheidung". Mit digitaler Antragstellung, verbindlichen Fristen und automatischer vorläufiger Hilfe bei Zuständigkeitsstreitigkeiten könne Menschen am schnellsten geholfen werden.
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