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Papst Leo XIV.
Papst
Bild Copyright: © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

"Spirale der Vernichtung" durch KI-Einsatz in Kriegen

14.05.2026 14:41
Italien/Vatikan/Papst/Hochschule/Krieg/Computer und Informationstechnologie
Leo XIV. besucht römische Universität Sapienza und geißelt in Rede neue Kriegstechnologien und Aufrüstung - Papstbesuch als Zeichen für neue Bildungsallianz zwischen der Kirche in Rom und größter Universität Italiens
Vatikanstadt/Rom, 14.05.2026 (KAP) Papst Leo hat am Donnerstag die römische Universität Sapienza besucht. Seine Rede vor Studierenden und Lehrpersonal nutzte er, um Krieg und Ungerechtigkeit zu geißeln und die Hochschule zur Zusammenarbeit mit der Kirche aufzurufen. Leo XIV. warnte vor einer Übernahme menschlicher Verantwortung durch Künstliche Intelligenz im militärischen und zivilen Bereich. Dies könne "die Tragödie von Konflikten" verschärfen, so der Papst: "Was derzeit in der Ukraine, im Gazastreifen und den palästinensischen Gebieten, im Libanon und im Iran geschieht, verdeutlichen die unmenschliche Entwicklung des Verhältnisses zwischen Krieg und neuen Technologien in einer Spirale der Vernichtung."

Ebenso kritisierte der Papst den "enormen" Anstieg der weltweiten Militärausgaben des vergangenen Jahres, insbesondere in Europa. "Man darf Aufrüstung nicht als 'Verteidigung' bezeichnen", so der Papst. Dabei verschärfe Aufrüstung Spannungen und Unsicherheit, schmälere Investitionen in Bildung und Gesundheit, untergrabe das Vertrauen in die Diplomatie bereichere Eliten, "denen das Gemeinwohl gleichgültig ist", so Leo XIV. vor Studierenden und Lehrpersonal der größten Hochschule Italiens.

Forschung und Investitionen müssten in die entgegengesetzte Richtung gehen: "Sie müssen ein radikales 'Ja' zur Zukunft sein. Ja zum unschuldigen Leben, ja zum jungen Leben, ja zum Leben der Völker, die nach Frieden und Gerechtigkeit rufen!", so der Papst bei seiner mit Standing Ovations bedachten Rede. Sein Besuch sei "ein Zeichen für eine neue Bildungsallianz zwischen der Kirche in Rom und eurer angesehenen Universität".

Die jungen Menschen rief der Papst zur Zusammenarbeit für Frieden, Gerechtigkeit und Klimaschutz auf. "Wir alle sind Friedensstifter!", so Leo XIV. zum Abschluss seines Antrittsbesuchs an der staatlichen Hochschule, mit mehr als 100.000 Studierenden die größte Universität Italiens und eine der größten Europas.

Leo XIV. war am Morgen von Universitäts-Rektorin Antonella Polimeni am Campus begrüßt worden. Bei einer Fahrt im offenen Golfcar wurde er von vielen Studierenden mit Beifall und "Viva il Papa"-Rufen empfangen. Nach einem kurzen Gebet in der Uni-Kapelle, einer Unterredung mit der Uni-Rektorin und dem Eintrag ins Goldene Buch wurde eine Gedenktafel zum Papstbesuch enthüllt. Auch besichtigte Leo XIV. eine Ausstellung über die Sapienza und das Papsttum. In der vollbesetzten Aula Magna sprach er vor Dozenten und Studierenden, bevor er um die Mittagszeit in den Vatikan zurückkehrte.

An der Sapienzia war 2008 ein Besuch des deutschen Papstes Benedikt XVI. geplant gewesen. Nach Protesten von Dozenten und Studierenden gegen seine Rede in einem säkularen Wissenschaftsbetrieb, die bis zur Besetzung des Rektorats gingen, war der Besuch aber kurzfristig abgesagt worden. Papst Franziskus hatte in Rom mehrere Universitäten besucht, aber nicht die Sapienza.
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