In vierjährige Amtszeit des Vatikandiplomaten in Budapest fiel der Papst-Besuch im Jahr 2023 - US-Amerikaner war früher auch Vatikan-Botschafter bei OSZE und UNO in Wien
Vatikanstadt, 15.05.2026 (KAP) Erzbischof Michael Wallace Banach, bisher Botschafter des Papstes in Ungarn, wird neuer Apostolischer Nuntius in Argentinien. Das vatikanische Presseamt teilte die Ernennung des früheren Vatikan-Vertreters bei der OSZE und den UN-Organisationen in Wien am Donnerstag mit. In die vierjährige Amtszeit Banachs als Nuntius in Budapest fiel u.a. der Besuch von Papst Franziskus im April 2023. In Buenos Aires folgt der 63-jährige, aus den USA stammende Vatikandiplomat auf Erzbischof Miroslaw Adamczyk (63), der den Heiligen Stuhl künftig in Albanien vertritt.
Banach wurde 1988 zum Priester geweiht und trat 1994 in die päpstliche Diplomaten-Akademie ein. 2007 wurde er nach Wien entsandt. Dort repräsentierte er den Heiligen Stuhl bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE, beim Büro der Vereinten Nationen in Wien, der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA sowie der CTBTO, der Vorbereitungskommission für die Kernwaffenteststopp-Behörde. Außerdem war er ständiger Vatikan-Beobachter bei der UNIDO, der Organisation für industrielle Entwicklung, die ihren Sitz ebenfalls am UN-Standort in der österreichischen Hauptstadt hat.
Im Februar 2013 wurde Banach noch vom kurz danach emeritierten Papst Benedikt XVI. (2005-2013) zum Nuntius mit dem Rang eines Erzbischofs ernannt. Papst Franziskus entsandte ihn kurz darauf als Nuntius für Papua-Neuguinea und die Salomonen. 2016 wechselte Banach als päpstlicher Gesandter nach Westafrika, 2022 wurde er Apostolischer Nuntius in Ungarn.