Bisheriger Bundessekretär Wolfgang Engelmaier folgt Christine Leopold als Präsident von Kolping Österreich
Wien, 15.05.2026 (KAP) Kolping Österreich steht unter neuer Leitung: Mit 20. Mai übernimmt der bisherige Bundessekretär Wolfgang Engelmaier das Amt des Präsidenten. Er folgt auf Christine Leopold, die den Verband in den vergangenen 20 Jahren geführt hat, teilte Kolping am Freitag in einer Aussendung mit. Wolfgang Engelmaier ist seit vielen Jahren in leitender Funktion bei Kolping tätig. Als wichtigste Ressource dieser Gemeinschaft bezeichnete er die zahlreichen engagierten Menschen in den Kolpinghäusern, Sozialeinrichtungen und Kolpingfamilien im ganzen Land: "Menschen, die das Herz am richtigen Fleck haben und die Hände nicht in der Hosentasche stecken lassen, wenn es darum geht, aus sich selbst und aus unserer Gesellschaft etwas zu machen."
Als besondere Herausforderungen nannte Engelmaier laut Aussendung die Sicherung von Demokratie und Freiheit, den Erhalt des sozialen Zusammenhalts und einer intakten Umwelt sowie die Solidarität mit benachteiligten Menschen im In- und Ausland. "Diese Dinge fallen nicht vom Himmel, sie sind die Frucht bewusster Entscheidungen und Handlungen von konkreten Menschen", so Engelmaier.
Weitere personelle Veränderungen
Seine Vorgängerin Christine Leopold stand über 20 Jahre an der Spitze von Kolping Österreich. Unter ihrer Führung wurden zahlreiche neue Jugendwohnhäuser und Sozialeinrichtungen geschaffen sowie bestehende Angebote modernisiert. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdoppelte sich in dieser Zeit auf rund 850 Personen. In Anerkennung ihrer Verdienste wurde Christine Leopold von den Mitgliedern der Bundeskonferenz zur Ehrenpräsidentin von Kolping Österreich ernannt.
Neben dem Wechsel an der Spitze wurden bei Kolping Österreich auch weitere Bereiche neu besetzt - so übernimmt die Funktion der Bundessekretärin künftig Christina Wieser, die bereits von 2022 bis 2024 als Jugendreferentin bei Kolping tätig war. Im Bereich Finanzen wird der langjährige Geschäftsführer Albert Pribyl sein Amt schrittweise an seinen Stellvertreter Valentin Bauer übergeben, hieß es.
175-Jahr-Jubiläum im kommenden Jahr
2027 feiert Kolping Österreich sein 175-Jahr-Jubiläum - für Engelmaier ein "idealer Anlass", auf der Basis dessen, was in der Vergangenheit erreicht wurde, den Blick in die Zukunft zu richten. Gründer Adolph Kolping (1813-1865) habe seinen Leuten die Tugend des Mutes anempfohlen, und Mut zur Veränderung prägt die Verbandsarbeit bis heute, so Engelmaier: "Ich glaube, Kolping ist ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie in einem durchaus altehrwürdigen Verein das Anliegen, für Menschen in vielfacher Weise da zu sein, nicht nur gehortet und verwaltet, sondern verlässlich neu mit Leben erfüllt wird."
Gerade in Zeiten der Verunsicherung brauche es "Orte, an denen Solidarität konkret gelebt wird" - dafür stehe Kolping Österreich auch in der Zukunft, zeigte sich Engelmaier überzeugt: "Kolping ist, wie in der Vergangenheit, auch heute und morgen ein unverzichtbarer Akteur für den sozialen Zusammenhalt in Österreich." (Infos: www.kolping.at)