Umfangreiches Programm bis Pfingstmontag mit vielen spirituellen und kulturellen Höhepunkten
Wien, 15.05.2026 (KAP) Im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts stand am Freitag die Eröffnung des traditionellen Steffl-Kirtags in Wien. Dompfarrer Toni Faber konnte dazu u.a. wieder Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) begrüßen. Der Stephansdom sei das Symbol schlechthin für den Zusammenhalt in Österreich, sagte Ludwig in seinem Grußwort. Der Wiederaufbau des Doms nach dem Zweiten Weltkrieg sei von allen Bundesländern gemeinsam solidarisch getragen worden, erinnerte der Bürgermeister. Das habe auch heute noch Vorbildwirkung.
Bürgermeister Ludwig hob zugleich das gute Verhältnis der Kirchen und Religionen in Wien hervor und würdigte die vielfältigen Verdienste von Dompfarrer Faber für die Stadt. Faber stehe für "eine Kirche, die mit den Menschen lebt". Der Dompfarrer seinerseits betonte, dass der Stephansdom einerseits für die Begegnung mit Gott, aber genauso auch für die Begegnung unter den Menschen stehe. Alle Menschen seien im Steffl willkommen, so Faber.
30.000 Euro Spende für Renovierung des Steffl
Der Unternehmer Georg Lehner überreichte im Rahmen der Eröffnung eine Spende der Kirtag-Marktstandler über 30.000 Euro für die Renovierung des Stephansdoms. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Bläserensemble der Gardemusik Wien.
Bis Pfingstmontag (25. Mai) gibt es im und rund um den Stephansdom ein umfangreiches Programm mit spirituellen und kulturellen Höhepunkten. An etwa 60 Marktständen rund um St. Stephan bietet das Wiener Gewerbe und Handwerk zudem täglich ab 10 Uhr eine reiche Auswahl an Produkten und versorgt die Besucherinnen und Besucher auch kulinarisch. Traditionell endet das tägliche Programm des Steffl-Kirtags um 21.55 Uhr mit dem Läuten der "Bieringerin", einer alten Bierglocke, die schon im Mittelalter zum Ende des Bierausschanks und zum Schließen der Schenken in der Stadt erklang.
Festmesse mit Erzbischof Grünwidl am Pfingstsonntag
Spirituelle Höhepunkte während der Zeit des "Steffl-Kirtags" sind etwa die Festmesse zu Pfingsten (24. Mai) mit Erzbischof Grünwidl oder auch die große Diözesanfirmung am 23. Mai mit dem Erzbischof. Der Hochmeister des Deutschen Ordens, Frank Bayard, leitet am Donnerstag, 21. Mai, eine festliche Marienandacht. Domdekan Rudolf Prokschi steht am Pfingstsonntag (24. Mai) einer feierlichen Pfingstvesper vor, Dompropst Ernst Pucher leitet am Pfingstmontag (25. Mai) das Hochamt. Am Dienstag, 19. Mai, ist der Stephansdom Schauplatz der "Langen Nacht der Bibel".