Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Bischof Manfred Scheuer
Bild Copyright: © Diözese Linz / Hermann Wakolbinger

Scheuer bei ökumenischem Bauernkrieg-Gedenken: "Mut zum Frieden"

17.05.2026 15:16
(zuletzt bearbeitet am 17.05.2026 um 16:00 Uhr)
Österreich/Religionskonflikt/Katholiken/Evangelische/Kirche/Bauernkriege
Linzer Bischof bei Eröffnung der "Communale" zum Thema "400 Jahre Bauernkrieg in Oberösterreich"
Linz, 17.05.2026 (KAP) Bischof Manfred hat beim ökumenischen Gedenken an die Bauernkriege in Oberösterreich den "Mut zum Frieden" betont und damit das Motto der Veranstaltung bekräftigt. In seiner Predigt bei einem ökumenischen Gottesdienst am Samstag im Lembach gemeinsam mit dem evangelischen Superintendent Gerold Lehner betonte der Linzer Bischof die Mitverantwortung aller für ein friedliches Zusammenleben. Friede falle nicht einfach vom Himmel, sondern brauche den Mut, "aufeinander zuzugehen, alte Konflikte zu überwinden, eigene Fehler und Anteile einzugestehen, einander zuzuhören und voneinander zu lernen, Mut, den ersten Schritt zu tun und die Hand auszustrecken."

Anlass für den Gottesdienst war die Eröffnung der oberösterreichischen "Communale". Sie widmet sich heuer dem Thema "400 Jahre Bauernkrieg in Oberösterreich". In der Pfarrkirche erinnerte der Bischof daran, dass es schon in den 1590er-Jahren zu kleineren Schlachten der Bauern gegen den Adel gekommen war. "Der Krieg endete mit einer schmerzlichen Niederlage der Bauern. Doch der Konflikt schwelte weiter. Es wurde dann ein Religionskonflikt, bei dem freilich immer auch soziale, politische und wirtschaftliche Fragen mit hineinspielten."

Explosive Mischung mit katastrophalen Folgen

Immer mehr Bauern seien damals in die Armut abgerutscht. Zugleich wurden die Last und die Abgabenpflicht, die der Landesherr Ferdinand II., der Bayernherzog Maximilian, die Adeligen, die Grundherren und auch die Abteien und Klöster den Bauern auferlegten, immer höher. "Eine explosive Mischung. Im Mai 1626 begann hier in Lembach der oberösterreichische Bauernkrieg mit katastrophalen Folgen und Auswirkungen", so Scheuer, denn: "Über Jahrhunderte hinweg konnten und wollten Protestanten und Katholiken nicht mehr miteinander!"

Die Gegensätze, die Unterschiede, die Trennlinien, die Unversöhnlichkeiten, die ideologischen und religiösen Ausgrenzungen, die Ohnmacht und Ungerechtigkeiten, die Konflikte und Barbareien von damals hätten sich verändert und verschoben. "Sie sind aber nicht einfach wegplaniert und in eine Harmonie der gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und konfessionellen Gruppen hinein aufgelöst", gab der Linzer Bischof zu bedenken, weswegen es auch und gerade heute den "Mut zum Frieden" brauche.

zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen