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E-Bikes vor der Mariazeller Wallfahrtsbasilika
Pilgern
Bild Copyright: © Steiermark Tourismus

Vier neue Radpilgerwege nach Mariazell eröffnet

19.05.2026 11:12
(zuletzt bearbeitet am 19.05.2026 um 11:23 Uhr)
Österreich/Tourismus/Sport/Religion/Freizeit/Glaube/Pilgern
Tourismusregion Hochsteiermark setzt auf spirituellen Fahrradtourismus - E-Bikes als Motor der neuen Entwicklung
Mariazell, 19.05.2026 (KAP) Die Erlebnisregion Hochsteiermark baut ihr touristisches Angebot rund um Mariazell aus und setzt verstärkt auf "Radpilgern". Mit vier neuen Pilgerrouten, die aus unterschiedlichen Richtungen nach Mariazell führen, soll eine neue Form der Wallfahrt etabliert werden, die Naturerlebnis, Bewegung und Spiritualität verbindet. Unterstützt wird das am Montag in Mürzzuschlag vorgestellte Projekt durch E-Mountainbike-Verleihstationen in Bruck an der Mur, Kindberg, Mürzzuschlag und Spital am Semmering, weiters auch durch digitale Tourenführung, Gravelbike-Abschnitte sowie Rücktransportmöglichkeiten zu den Ausgangspunkten entlang der Südbahn sowie durch die Mariazellerbahn.

Nach Angaben der Verantwortlichen spielte vor allem der Boom bei E-Bikes eine entscheidende Rolle für den Start der neuen Mariazeller Pilgerwege. "Das Radfahren entwickelt sich in der gesamten Steiermark äußerst positiv. Die Nachfrage wächst kontinuierlich", erklärte Steiermark-Tourismus-Geschäftsführer Michael Feiertag. Die neuen Radpilgerwege würden "alle Höhepunkte der Region für eine neue Zielgruppe" verbinden. Ute Gurdet, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Hochsteiermark, sprach von einem "einmaligen Erlebnis", bei dem man "die schönsten Gegenden der Hochsteiermark" entdecke.

Auch in Mariazell selbst beobachtet man schon seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg an Radpilgern. Der Superior von Mariazell, P. Michael Staberl, sieht darin vor allem eine Folge der technischen Entwicklung bei E-Bikes. "Für durchschnittliche Radfahrer waren die Berge nach Mariazell bislang oft zu anspruchsvoll, doch mit der elektrischen Unterstützung geht es für viele plötzlich", sagte er gegenüber Kathpress. Nun kämen auch weniger sportliche Radler in den Wallfahrtsort, was der Tourismus als neue Entwicklung erkannt habe und nun gezielt bewerbe.

Wege aus allen Himmelsrichtungen

Die vier Radpilger-Routen verbinden bestehende Radwege wie den Murradweg, den Donauradweg oder den Mürztalradweg mit neuen Streckenabschnitten. Eine rund 80 Kilometer lange Route startet in Bruck an der Mur beziehungsweise Kapfenberg und führt über den Seebergradweg R13, Turnau, Scheiklalm, Niederalpl und Schöneben mit insgesamt rund 1.900 Höhenmetern nach Mariazell. Eine zweite, etwa 75 Kilometer lange Strecke beginnt in der Oststeiermark bei der Pretul und verläuft über Langenwang, Krieglach, St. Barbara und den Pretalsattel bis zur Anbindung an die Hauptroute bei Turnau; hier sind rund 2.100 Höhenmeter zu bewältigen.

Vom Semmering beziehungsweise ab Mürzzuschlag führt eine weitere Route über den Mürztalradweg R5, Mürzsteg, den Wasserfall "Totes Weib", Frein an der Mürz und die Höhenreithalm Richtung Schöneben und weiter nach Mariazell; sie umfasst je nach Ausgangspunkt 50 bis 65 Kilometer. Die vierte Route kommt aus dem Norden über den 112 Kilometer langen Traisentalradweg ab Traismauer an der Donau und führt über die Walster und den Hubertussee nach Mariazell.

Mehr als nur Sport

Die Organisatoren heben hervor, dass das Projekt bewusst als Pilgerangebot und nicht als reine Sportinitiative konzipiert wurde. Vorgeschlagen wird, bedeutende Wallfahrtsorte wie Mariatrost, Maria Schutz oder Pöllauberg als Ausgangspunkte zu nehmen. Im Mittelpunkt stehe die "langsame Annäherung" an Mariazell, verbunden mit Naturerlebnis, Besinnung und spirituellen Wegstationen. Entlang der Routen finden sich Kirchen, Kapellen, Marterln und Pilgersymbole. Die Touren sind vor allem als Zwei- bis Dreitagestouren konzipiert, nur besonders Sportliche schaffen sie an einem Tag. (Infos: https://hochsteiermark.at)
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